Straßenbahnprojekte in Braunschweig explodieren mit Millionenkosten – Wohnungsbau hängt in der Luft
Francesco HeinrichStraßenbahnprojekte in Braunschweig explodieren mit Millionenkosten – Wohnungsbau hängt in der Luft
Die Kosten für zwei große Straßenbahnprojekte in der Region sind stark gestiegen. Die Verlängerung in Volkmarode wird nun voraussichtlich 58 Millionen Euro erreichen – deutlich über der ursprünglichen Schätzung. Auch beim Budget für die neue Strecke nach Rautheim wachsen die Bedenken.
Die Stadtverwaltung hat bestätigt, dass die Straßenbahnverlängerung in Volkmarode etwa 17 Millionen Euro teurer wird als zunächst geplant. Damit belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 58 Millionen Euro. Die Steigerung folgt einem Trend steigender Ausgaben für die Verkehrsinfrastruktur in der Region.
Die komplett neue 3,5 Kilometer lange Straßenbahnstrecke von der Helmstedter Straße nach Rautheim war von vornherein mit höheren Kosten verbunden. Die aktuelle Schätzung liegt bei 52,4 Millionen Euro, doch Beamte warnen, dass die Summe weiter steigen könnte. Die Grünen haben bereits Sorgen vor weiteren Kostenüberschreitungen beim Rautheim-Projekt geäußert.
Beide Straßenbahnvorhaben sind mit Wohnungsbauprojekten verknüpft. Ein geplanter Neubau mit 800 Wohneinheiten in Rautheim-Möncheberg kann erst realisiert werden, sobald die Straßenbahnstrecke steht. Die zuständigen Gremien des Stadtrats müssen noch über den Baubeginn entscheiden, doch ein konkreter Termin steht nicht in Aussicht. Eine Mehrheit könnte den Zeitplan für das Möncheberg-Projekt beeinflussen, doch die Verzögerungen bei der Straßenbahn halten die Zukunft des Vorhabens weiter in der Schwebe.
Die Verlängerung in Volkmarode schlägt nun mit 58 Millionen Euro zu Buche, und auch das Budget für die Rautheim-Strecke könnte über die geplanten 52,4 Millionen Euro hinauswachsen. Da der Baubeginn noch ungewiss ist, bleibt das damit verbundene Wohnungsbauprojekt vorerst auf Eis gelegt.
