09 February 2026, 16:52

Symrise entlastet: USA und Großbritannien stoppen Kartellermittlungen gegen Duftstoffriesen

Ein Schwarz-Weiß-Blatt mit der Aufschrift "A.S. Cleghorn & Co. Importeure, Groß- und Einzelhandelsgeschäfte für allgemeine Handelswaren"

Symrise: US-Behörden stellen Kartellfall ein - Symrise entlastet: USA und Großbritannien stoppen Kartellermittlungen gegen Duftstoffriesen

Weltweiter Duft- und Aromastoffhersteller Symrise stand unter Verdacht der Preisabsprache – US- und britische Behörden stellen Ermittlungen ein

Der globale Produzent von Duft- und Aromastoffen, Symrise, sah sich mit mehreren Untersuchungen wegen des Verdachts auf illegale Preisabsprachen in der Branche konfrontiert. Während die Behörden in den USA und Großbritannien das Unternehmen mittlerweile von jedem Fehlverhalten freigesprochen haben, läuft die Prüfung durch die Europäische Kommission weiterhin. Der Fall nahm 2023 seinen Anfang, als Regulierungsbehörden wettbewerbswidrige Absprachen unter den großen Duftstofflieferanten vermuteten.

Die Ermittlungen begannen 2023, nachdem Hinweise auf eine mögliche Kartellbildung im Duftstoffsektor aufkamen. Die Europäische Kommission durchsuchte damals den Hauptsitz von Symrise und beschlagnahmte im Rahmen ihrer Untersuchungen Dokumente. Neben Symrise gerieten zunächst auch Givaudan, International Flavors & Fragrances (IFF) und Firmenich in den Fokus der Ermittler.

Im Mai 2025 stellte die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) ihre Ermittlungen gegen Symrise ein. Kurze Zeit später folgte das US-Justizministerium und schloss seine eigene Kartelluntersuchung, da keine Beweise für rechtswidriges Verhalten vorlägen. Symrise, das 2024 einen Umsatz von knapp 5 Milliarden Euro erzielte, begrüßte beide Entscheidungen und betonte erneut, dass es niemals an illegalen Absprachen mit Wettbewerbern beteiligt gewesen sei.

Trotz dieser Entlastungen bleibt das Verfahren der Europäischen Kommission weiterhin anhängig. Das Unternehmen arbeitet weiterhin mit den Behörden zusammen und versichert, stets im Einklang mit den Wettbewerbsregeln gehandelt zu haben.

Während Symrise in den USA und Großbritannien rechtlich entlastet wurde, steht das Ergebnis der europäischen Untersuchung noch aus. Der Fall unterstreicht die anhaltende Überprüfung von Wettbewerbsverhalten in der Duftstoffindustrie. Die globalen Geschäftsaktivitäten des Konzerns bleiben von den Ermittlungen bisher unberührt, während man in Europa auf den Abschluss des Verfahrens wartet.

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