Uli Borowka packt aus: Wie Alkoholsucht sein Leben zerstörte – und er sich zurückkämpfte
Sylvio ThiesUli Borowka packt aus: Wie Alkoholsucht sein Leben zerstörte – und er sich zurückkämpfte
Ehemaliger Bundesliga-Profi Uli Borowka spricht in Braunschweig über seinen Kampf gegen Alkoholsucht
Der frühere Bundesliga-Fußballer Uli Borowka hat kürzlich in Braunschweig vor Schülern über seinen Kampf mit der Alkoholsucht gesprochen. Die von örtlichen Schulen und Gemeinschaftsinitiativen organisierte Veranstaltung bot den Jugendlichen die Gelegenheit, seine persönliche Geschichte aus erster Hand zu hören. Borowka schilderte schonungslos die Höhen und Tiefen seines Lebens – darunter die verheerenden Folgen, die die Sucht für seine Familie und Karriere hatte.
Zu Beginn las er Passagen aus seinem Buch „Vollgas: Mein Doppelleben als Fußballprofi“ vor. Er beschrieb, wie die Abhängigkeit seinen Blickwinkel verengte und kaum noch Platz für etwas anderes als den nächsten Drink ließ. Dieser zerstörerische Strudel, so Borowka, habe sowohl seine Gesundheit als auch seine Beziehungen schwer beschädigt.
Die Schüler hörten aufmerksam zu und stellten ihm anschließend direkte Fragen – zu seinem Trinkverhalten, seiner Rolle als Vater und dem Weg zurück ins Leben. Viele stellten sich nach dem Gespräch für Selfies und Autogramme an, ein Zeichen dafür, wie sehr seine Offenheit sie berührt hatte.
Der ehemalige Verteidiger forderte die Jugendlichen zudem auf, das eigene Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen und gesündere Strategien im Umgang mit Stress zu entwickeln. Die Veranstaltung hinterließ einen bleibenden Eindruck: Sowohl Lehrer als auch Schüler sprachen sich für ähnliche Formate in der Zukunft aus.
Unterstützt wurde die Initiative von der BKK Salzgitter und der BKK Public, deren Förderung Borowkas Besuch an den Braunschweiger Schulen ermöglichte. Zu den Organisatoren zählten die AWO Braunschweig, die Gottfried-Linke-Realschule und das Kranich-Gymnasium, die gemeinsam das Event auf die Beine stellten.
Borowkas ungeschönter Bericht zeigte den Schülern die drastischen Konsequenzen einer Suchterkrankung auf. Seine Ehrlichkeit über Absturz und Wiederaufstieg löste Diskussionen über psychische Gesundheit und Eigenverantwortung aus. Schulen und Förderer wollen nun an den Erfolg anknüpfen – erste Anfragen für Folgeveranstaltungen liegen bereits vor.






