07 February 2026, 00:39

Verdi ruft im öffentlichen Dienst Niedersachsens und Bremens zum Streik auf

Eine Gruppe von Menschen mit Schildern und Plakaten steht vor einem Gebäude, mit zwei Personen im Vordergrund und einem Müllcontainer auf der rechten Seite, während einer Demonstration in Deutschland, mit Gebäuden, Fenstern, Lichtern und Schildern im Hintergrund.

Verdi ruft im öffentlichen Dienst Niedersachsens und Bremens zum Streik auf

Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Niedersachsen und Bremen bereiten sich auf Streiks in dieser Woche vor. Die Gewerkschaft Verdi hat zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen ins Stocken geraten sind. Von den Aktionen betroffen sein werden rund 284.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in beiden Bundesländern.

Die Gewerkschaft fordert eine monatliche Lohnerhöhung von 7 Prozent für alle Beschäftigten, mindestens jedoch 300 Euro mehr für die Geringverdiener. Berufseinsteiger sollen zusätzlich 200 Euro im Monat erhalten sowie nach ihrer Ausbildung unbefristete Verträge. Studierende in Teilzeitjobs sollen künftig einen garantierten Mindestlohn nach Tarifvertrag bekommen.

Die Streiks werden zentrale Dienstleistungen lahmlegen, darunter die beiden Universitätskliniken in Niedersachsen, Landesstraßenbauämter, die NPorts sowie Hochschulen und Universitäten. In Bremen beginnen die Kundgebungen um 9:00 Uhr auf der Bürgerweide, es folgen Reden ab 9:30 Uhr und ein Demonstrationszug um 10:30 Uhr. Eine Abschlusskundgebung vor der Senatorin für Finanzen ist für 11:45 Uhr geplant.

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Die Forderungen von Verdi gehen über die Grundgehälter hinaus: Die Gewerkschaft verlangt eine Erhöhung der Zuschläge für Schicht- und Überstundenarbeit um 20 Prozentpunkte. Zudem pocht sie auf eine Laufzeit von zwölf Monaten für den neuen Tarifvertrag im öffentlichen Dienst (TV-L). Ähnliche Streiks in den vergangenen Jahren – etwa die von Verdi geführten Aktionen 2023/2024 in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Niedersachsen und Hessen – hatten vergleichbare Forderungen nach 10 bis 12 Prozent mehr Lohn erhoben.

Die aktuellen Arbeitskämpfe reiht sich in eine Serie wiederkehrender Tarifkonflikte im deutschen öffentlichen Sektor ein. Sollten die Forderungen durchgesetzt werden, würde dies die Gehälter Zehntausender Beschäftiger in Bildung, Gesundheitswesen und Verkehr erhöhen. Die Verhandlungen dauern zwar an, eine Einigung steht jedoch noch aus.