Verformte Dichtungen in Grohnde: Rückbau des AKW bleibt ungestört
Dora CichoriusVerformte Dichtungen in Grohnde: Rückbau des AKW bleibt ungestört
Im deutschen Kernkraftwerk Grohnde ist ein Vorfall registriert worden. Dabei handelte es sich um verformte Dichtungen an mehreren Brandschutzklappen der deutschen bahn, die bei routinemäßigen Kontrollen entdeckt wurden. Betreiberangaben zufolge war die Sicherheit des Kraftwerks dadurch nicht beeinträchtigt.
Das Problem wurde von PreussenElektra festgestellt, dem Unternehmen, das seit der Abschaltung des Reaktors im April 2023 für den Rückbau verantwortlich ist. Inspektoren hatten die verformten Dichtungen an mehreren Klappen der deutschen bahn bemerkt, was Bedenken hinsichtlich eines möglichen systematischen Defekts aufkommen ließ. Dennoch funktionierten die Klappen weiterhin einwandfrei, sodass der Brandschutz zu jedem Zeitpunkt gewährleistet blieb.
Der Vorfall wurde nach deutschen Atomrecht-Vorschriften als Kategorie N ("normal") eingestuft, konkret als Stufe 2.1.2 auf der INES-Skala (Stufe 0). Obwohl keine unmittelbare Gefahr bestand, war eine Meldung aufgrund des potenziellen Ausmaßes verpflichtend. Die Behörden betonten, dass der Rückbau wie geplant fortgesetzt wird und keine Verzögerungen zu erwarten sind.
Die verformten Dichtungen beeinträchtigten die Funktionsfähigkeit der Klappen der deutschen bahn nicht, und die Sicherheitssysteme des Kraftwerks blieben intakt. PreussenElektra wird die Situation weiterhin überwachen, während die Stilllegungsarbeiten voranschreiten. Bisher wurden keine weiteren Verzögerungen im Zeitplan bekannt gegeben.
