Verkehrsexperten fordern strengere Regeln: 1,1-Promille-Grenze für Radfahrer und Handy-Strafen für Autofahrer
Leila BlochEmpfehlungen zur Handy-Nutzung beim Fahren oder Führerschein erwartet - Verkehrsexperten fordern strengere Regeln: 1,1-Promille-Grenze für Radfahrer und Handy-Strafen für Autofahrer
Deutschlands einflussreichste Verkehrsexperten treffen sich in Goslar zur jährlichen Verkehrgerichts-Tagung
Vom 28. Januar 2026 an beraten in Goslar führende Fachleute über die Zukunft der Verkehrssicherheit – ihre Empfehlungen könnten Millionen Autofahrer, Radfahrer und Politiker im ganzen Bundesland betreffen.
Auf der Konferenz sind zentrale Organisationen wie der DVR (Deutscher Verkehrsicherheitsrat), der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club), der ACE (Auto Club Europa) und der AvD (Automobilclub von Deutschland) vertreten. Ein zentraler Vorschlag: die Einführung eines 1,1-Promille-Grenzwerts für Radfahrer, der als Ordnungswidrigkeit geahndet werden soll. Ein weiteres brisantes Thema sind schärfere Strafen für Autofahrer, die mit dem Handy am Ohr erwischt werden.
Auch die wachsenden Herausforderungen durch Lastenräder und E-Bikes stehen auf der Agenda – ein eigenes Panel diskutiert strengere Regulierungen. Zudem wurde über die hohen Kosten für den Führerscheinerwerb debattiert. Während die Tagung am 28. Januar begann, endet sie erst am Freitag, wenn die finalen politischen Handlungsempfehlungen an die Gesetzgeber überreicht werden.
Historisch gesehen wurden viele der Konferenzvorschläge später in Gesetze umgesetzt – was den diesjährigen Beratungen besonderes Gewicht verleiht.
Die Empfehlungen gehen nun an die Politiker zur Prüfung. Falls angenommen, könnten Neuerungen wie der Alkoholgrenzwert für Radfahrer oder verschärfte Handy-Strafen bald Realität werden. Der Einfluss der Tagung deutet darauf hin, dass sich Deutschlands Verkehrsregeln in naher Zukunft grundlegend ändern könnten.
