VfL Osnabrück: Rechtsstreit mit Ex-Trainern Antwerpen und Döpper bleibt ungelöst
Francesco HeinrichKein Urteil in Streitfall zwischen VfL Osnabrück und Antwerpen - VfL Osnabrück: Rechtsstreit mit Ex-Trainern Antwerpen und Döpper bleibt ungelöst
Der Rechtsstreit zwischen dem VfL Osnabrück und seinen ehemaligen Trainern Marco Antwerpen und Frank Döpper bleibt weiterhin ungelöst, nachdem das Arbeitsgericht die Verhandlung diese Woche vertagt hat. Das Arbeitsgericht Osnabrück verschob am Dienstag seine Entscheidung und setzte eine neue Anhörung für den 30. März um 14:00 Uhr an. Der Verein und seine früheren Mitarbeiter streiten sich weiterhin über Vorwürfe der Spielmanipulation.
Die Kontroverse begann nach der 1:2-Niederlage des VfL Osnabrück im NFV-Pokalfinale am 24. Mai 2025. Nur drei Tage später entließ der Verein Cheftrainer Marco Antwerpen und seinen Assistenten Frank Döpper fristlos. Beide bestritten die Vorwürfe, sie hätten versucht, das Ergebnis zu beeinflussen, indem sie den Reha-Trainer des Teams unter Druck gesetzt hätten, einen Spieler zu kontaktieren und ihn davon zu überzeugen, das Spiel ausfallen zu lassen.
Der Fall gelangte zunächst vor das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Am 28. August verhängte das Tribunal eine zwölfmonatige Sperre gegen Antwerpen und eine dreimonatige gegen Döpper. Die Trainer legten jedoch Berufung ein, und am 26. November reduzierte das DFB-Bundesgericht die Sperre für Antwerpen auf drei Monate, während Döpper vollständig freigesprochen wurde.
Im Mittelpunkt der aktuellen Verhandlung vor dem Arbeitsgericht stand die Aussage von Tim Schütte, dem Reha-Trainer des Vereins. Unter Eid wiederholte er seine Leugnung der Vorwürfe, bestätigte aber, dass Antwerpen ihn zweimal gebeten habe, den betreffenden Spieler anzusprechen.
Bernd Riesselmann, der im umstrittenen Finale gespielt hatte, blieb hingegen ohne Konsequenzen. Er erzielte ein Tor für BW Lohne, wo er leihweise unter Vertrag stand, bevor er zum VfL Osnabrück zurückkehrte. Der Verein, der derzeit die 3. Liga anführt, gab keine Änderungen in seiner Rolle oder im Vereinsbetrieb bekannt.
Die Vertagung durch das Arbeitsgericht lässt den Streit vorerst ungelöst. Eine endgültige Entscheidung wird am 30. März um 14:00 Uhr erwartet. Bis dahin bleiben die rechtliche und berufliche Zukunft der ehemaligen Trainer ungewiss.
