Vogelgrippe zerstört Hühnerhof – wie Spenden einen Landwirt retten
Dora CichoriusVogelgrippe zerstört Hühnerhof – wie Spenden einen Landwirt retten
Nach Vogelgrippe-Schock: Wie eine Spendenaktion betroffene Landwirte unterstützt
Teaser: Als das Einkommen von Holger Nöhrnberg durch einen Ausbruch der Vogelgrippe einbrach, erlebte er eine Welle der Solidarität.
23. November 2025
Holger Nöhrnbergs Bio-Hühnerhof stand vor dem Ruin, nachdem ein Ausbruch der Vogelgrippe seine 1.100 Legehennen dahingerafft hatte. Ohne Einnahmen und mit steigenden Rechnungen folgte der Landwirt dem Rat eines Kunden und startete eine Crowdfunding-Kampagne. Die Reaktion war schnell und überwältigend: Über 12.000 Euro flossen von fast 300 Spendern zusammen.
Die Krise begann, als die Vogelgrippe Nöhrnbergs Betrieb traf und die Behörden gezwungen waren, seinen gesamten Bestand zu keulen. Von einem Tag auf den anderen war seine Existenzgrundlage zerstört – keine Eier zum Verkaufen, keine Möglichkeit, die laufenden Kosten zu decken. Zwar wurde die Sperrzone später aufgehoben, doch die finanzielle Belastung blieb.
Da keine offizielle Stelle Hilfe anbot, nahm Nöhrnberg die Sache selbst in die Hand. Er startete eine GoFundMe-Kampagne unter dem Titel „Hoffnung für Holgers Hühnerhof – Gemeinsam stark“. Innerhalb weniger Tage scharten sich Unterstützer um ihn und spendeten großzügig, um den Hof über Wasser zu halten.
Der Landwirt zeigte sich tief gerührt von der Hilfsbereitschaft und nannte die Resonanz „eine unglaubliche Reaktion“. Dennoch bleibt der Weg zur Erholung lang. Die jungen Hennen müssen erst heranwachsen, bevor sie Eier legen – bis dahin bleiben die Verkäufe unberechenbar.
Die Spendenaktion hat den akuten Druck auf Nöhrnbergs Hof etwas gelindert. Mit den gesammelten 12.000 Euro kann er sich nun auf den Wiederaufbau seines Bestands und die Wiederherstellung der Produktion konzentrieren. Doch die Zukunft des Betriebs hängt weiterhin davon ab, wie schnell die neuen Hennen mit dem Eierlegen beginnen.
