25 June 2026, 04:15

Volkswagen-Vorstände kassieren 50 Millionen – und lösen eine Gehaltsdebatte aus

VW-Chef Müller: Managergehälter sind gerechtfertigt

Volkswagen-Vorstände kassieren 50 Millionen – und lösen eine Gehaltsdebatte aus

Die Vorstandsmitglieder von Volkswagen erhielten 2017 deutlich höhere Bezüge – die Gesamtvergütung stieg auf 50,3 Millionen Euro. Konzernchef Matthias Müller bezog über 10,1 Millionen Euro, ein beträchtlicher Anstieg gegenüber den 7,25 Millionen Euro im Vorjahr. Die Nachricht hat eine Debatte über die Managergehälter im Unternehmen ausgelöst.

2017 hatte Volkswagen das Vergütungssystem für den Vorstand reformiert. Nach den neuen Regeln wurde das Gehalt des Vorstandsvorsitzenden auf zehn Millionen Euro gedeckelt, während andere Vorstandsmitglieder maximal 5,5 Millionen Euro erhalten. Leistungsabhängige Boni unterliegen zudem strengeren Kriterien und sind teilweise an die künftige Geschäftsentwicklung geknüpft.

Matthias Müller verteidigte die hohen Bezüge und begründete sie mit der volkswirtschaftlichen Bedeutung des Konzerns sowie den persönlichen Risiken, denen Führungskräfte ausgesetzt seien. Die Leitung eines Großunternehmens bezeichnete er als eine Position, bei der man „immer einen Fuß im Gefängnis“ habe – ein Hinweis auf die rechtlichen Risiken. Die Debatte um die Managergehälter nannte er ein „extrem emotionales Thema“.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich überrascht über die Gehaltserhöhungen. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) kritisierte die Anpassungen und forderte mehr Sensibilität von Spitzenmanagern – besonders nach dem Abgasskandal.

Die Gehaltserhöhungen stoßen auf Zustimmung wie Kritik. Müller hält an der Vergütung fest und verweist auf Verantwortung und Risiken. Das neue System sieht zwar strengere Bonusregeln vor, doch die Diskussion über die Vorstandsgehälter bei Volkswagen dauert an.

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