23 January 2026, 00:31

Vom Protest zur Party: Wie der CSD Berlin zur größten LGBTQ+-Feier wurde

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße in Berlin, Deutschland, mit einem pinken 'Happy Pride March'-Schild, mit Gebäuden, Laternenmasten und Verkehrszeichen an der Straße.

Vom Protest zur Party: Wie der CSD Berlin zur größten LGBTQ+-Feier wurde

Jedes Jahr versammeln sich Hunderttausende zum Christopher Street Day (CSD), einer lebendigen Feier der LGBTQ+-Rechte. Die Veranstaltung zieht fast eine Million Teilnehmende an, die mit bunten Paraden, Musik und Forderungen nach Gleichberechtigung die Straßen füllen. Alles begann vor über vier Jahrzehnten in Berlin mit einer kleinen, aber entschlossenen Gruppe von Aktivist:innen.

Der erste CSD in Berlin fand am 30. Juni 1979 statt. Rund 450 Demonstrant:innen zogen unter dem Motto 'Gay Pride' durch die Stadt und setzten damit das erste öffentliche Zeichen für die Sichtbarkeit von LGBTQ+-Personen. Die Stimmung war fröhlich, und es gab keine Berichte über Feindseligkeiten oder Gewalt gegen die Teilnehmenden.

Die Wurzeln des CSD reichen bis zum Aufstand in der Stonewall Inn im New Yorker Stadtteil Greenwich Village zurück. Am 27. Juni 1969 brachen nach einer Polizeirazzia in der Bar Proteste aus, die eine weltweite Bewegung für LGBTQ+-Rechte entfachten. Berlins Veranstaltung Jahre später wurde Teil dieser globalen Tradition. Heute prägen aufwendig gestaltete Wagen, Musik und Reden die Parade. Schaulustige säumen die Straßen, um ihre Unterstützung zu zeigen – aus dem Protest ist längst auch ein Fest geworden. Während der Name der ersten Organisator:innen in West-Berlin in den Aufzeichnungen nicht verzeichnet ist, hat die Wirkung der Veranstaltung im Laufe der Zeit immer mehr an Bedeutung gewonnen.

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Von 450 Demonstrant:innen im Jahr 1979 zu fast einer Million heute – der CSD ist zu einem zentralen Element des LGBTQ+-Aktivismus geworden. Die Veranstaltung ehrt weiterhin das Erbe von Stonewall und kämpft für Fortschritte bei der Gleichstellung. Jahr für Jahr erreicht ihre Botschaft von Stolz und Solidarität ein immer größeres Publikum.