Von Göttinnen zu Internetstars: Warum Katzen uns seit Jahrtausenden faszinieren
Leila BlochGöttin und Internet-Star - Warum faszinieren uns Katzen so? - Von Göttinnen zu Internetstars: Warum Katzen uns seit Jahrtausenden faszinieren
Göttin und Internetstar – Warum faszinieren uns Katzen so sehr?
Eine große neue Ausstellung in Hamburg widmet sich der langen und vielschichtigen Beziehung zwischen Mensch und Katze. "Katzen!" im Museum am Rothenbaum (MARKK) zeigt, wie diese Tiere verehrt, gefürchtet und heute im Internet begeistert gefeiert werden. Die Schau ist noch bis zum 29. November 2026 zu sehen.
Katzen hatten in verschiedenen Kulturen und Epochen höchst unterschiedliche Bedeutungen. Im alten Ägypten galten sie als heilige Tiere, die mit einer Göttin verbunden waren, die Mütter beschützte. Jahrhunderte später in Europa wurden sie als dämonische Begleiter von Hexen verunglimpft. Heute dominieren ihre Bilder die sozialen Medien, wo "Cat Content" dank ihres vermeintlich niedlichen Wesens boomt.
Die Ausstellung untersucht diese wandelbaren Rollen anhand von Kunst, historischen Objekten und modernen Werken. Sie erkundet, wie Katzen mit Vorstellungen von Weiblichkeit, Macht und sogar technologischem Fortschritt verknüpft wurden – von frühen Stummfilmen bis zu KI-generierten Bildern.
Kuratiert von Lara Selin Ertener und Dr. Lotte Warnsholdt, mit Beiträgen von Rahel Wille und Elena Korowin, präsentiert "Katzen!" die Tiere als Spiegel menschlicher Emotionen. Seit Jahrtausenden verkörpern sie sowohl unsere Sehnsüchte als auch unsere tiefsten Ängste.
Die Schau vereint antike Artefakte, zeitgenössische Kunst und digitale Kultur, um den anhaltenden Einfluss der Katze zu verdeutlichen. Besucher:innen können nachvollziehen, wie diese Tiere die menschliche Fantasie geprägt haben – und umgekehrt. "Katzen!" ist bis Ende 2026 im MARKK zu sehen.
