Vortrag in Osnabrück ehrt den vergessenen NS-Widerstandskämpfer Josef Burgdorf
Francesco HeinrichVortrag in Osnabrück ehrt den vergessenen NS-Widerstandskämpfer Josef Burgdorf
Öffentlicher Vortrag beleuchtet das Leben von Josef Burgdorf – einem mutigen Kritiker des Nationalsozialismus in Osnabrück
Am 29. Januar findet in der Villa im Museumsquartier Osnabrück ein öffentlicher Vortrag statt, der sich mit dem Wirken Josef Burgdorfs befasst – eines furchtlosen Gegners des NS-Regimes. Im Mittelpunkt steht seine Rolle im Untergrundwiderstand der Stadt nach Hitlers Machtübernahme. Die Historiker Heiko Schulze und Martina Sellmeyer leiten die Diskussion im Rahmen einer Reihe zur regionalen NS-Geschichte.
Josef Burgdorf (1895–1964) war der wohl prononcierteste journalistische Widersacher der Nationalsozialisten in Osnabrück. Als sozialdemokratischer Redakteur der Freien Presse verfasste er unter dem Pseudonym "ILEX" scharfe Kritik – bis Februar 1933. Nach der NS-Machtergreifung ging er in den Untergrund und wurde zu einer Schlüsselfigur der lokalen Widerstandsbewegung.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Topographien des Terrors", die die Auswirkungen des Nationalsozialismus auf regionale Gemeinschaften untersucht. Die Organisatoren wollen zeigen, wie solche Regime offene, demokratische Gesellschaften bedrohten. Der Eintritt kostet 3 Euro, für unter 18-Jährige ist die Teilnahme kostenfrei.
Während Burgdorfs Widerstand gut dokumentiert ist, gibt es nur wenige Aufzeichnungen über andere Mitglieder seiner Gruppe. Als Redakteur und Aktivist war er ein prominentes Ziel der NS-Unterdrückung.
Der Vortrag beginnt am 29. Januar um 18:30 Uhr in der Villa im Osnabrücker Museumsquartier. Die Teilnehmer erfahren, wie Burgdorfs Journalismus und sein Widerstand die NS-Herrschaft herausforderten. Die Veranstaltung setzt den Fokus der Reihe auf lokale Geschichten von Unterdrückung und Widerstand fort.
