21 March 2026, 06:17

Wacker Chemie schreibt 2025 tiefrote Zahlen mit 805 Millionen Euro Verlust

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der von COVID-19 betroffenen Unternehmen in den USA zeigt, aufgeschlüsselt nach Branche und Erholungsstatus, mit Text, der die wirtschaftliche Erholung angibt.

Wacker Chemie schreibt 2025 tiefrote Zahlen mit 805 Millionen Euro Verlust

Wacker Chemie meldet deutlichen Gewinnrückgang für 2025 mit Nettoverlust von 805 Millionen Euro

Der Chemiekonzern Wacker Chemie verzeichnete 2025 einen starken Profiteinbruch und schloss das Jahr mit einem Nettoverlust von 805 Millionen Euro ab. Das Unternehmen hatte mit rückläufigen Umsätzen, schwacher Nachfrage und hohen Energiekosten in allen Geschäftsbereichen zu kämpfen. Infolgedessen wird für das Jahr keine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet.

Der Gesamtumsatz des Konzerns sank um 4 Prozent auf 5,49 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) brach um 43 Prozent auf 427 Millionen Euro ein. Sonderbelastungen und Wertberichtigungen in Höhe von rund 600 Millionen Euro trieben das Unternehmen in die Verlustzone.

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Die gesamte Chemieindustrie litt 2025 unter geringer Nachfrage, Marktunsicherheiten und neuem Wettbewerbsdruck. Geringere Absatzmengen, gesunkene Preise und nicht ausgelastete Produktionskapazitäten belasteten die Performance zusätzlich. Auch die anhaltend hohen Energiekosten in Deutschland verschärften die finanzielle Krise.

Als Reaktion startete Wacker Chemie im Oktober 2025 das Sparprogramm PACE, mit dem bis Ende 2027 die jährlichen Produktions- und Verwaltungskosten um über 300 Millionen Euro gesenkt werden sollen. Weltweit sollen mehr als 1.500 Stellen abgebaut werden, wobei der Großteil der Kürzungen in Deutschland ansteht. Konkrete Details zu den Stellenstreichungen nannte das Unternehmen jedoch noch nicht, da die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern noch laufen.

Für 2026 rechnet Wacker Chemie mit einer leichten Erholung. Der Umsatz soll im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen, das EBITDA werde voraussichtlich ähnlich entwickeln. Für das erste Quartal 2026 erwartet der Konzern einen Umsatz von etwa 1,35 Milliarden Euro und ein EBITDA zwischen 140 und 160 Millionen Euro.

Die Jahresbilanz 2025 spiegelt ein schwieriges Jahr für die Chemiebranche wider. Mit den nun eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen strebt Wacker Chemie an, die Geschäfte bis 2027 zu stabilisieren. Aufgrund der Verluste erhalten die Aktionäre für 2025 keine Dividende.

Quelle