Warum sich im Männerfußball noch immer kein Profi als LGBTQ+ outet – trotz aller Appelle
Francesco HeinrichWarum sich im Männerfußball noch immer kein Profi als LGBTQ+ outet – trotz aller Appelle
In Deutschlands drei höchsten Männer-Fußballligen hat sich bis März 2026 kein aktiver Spieler als LGBTQ+ geoutet. Trotz wachsender Forderungen nach mehr Offenheit bleibt dies weiterhin der Fall. Unterdessen hat Christian Dobrick, ein 29-jähriger U19-Trainer beim FC St. Pauli, kürzlich bekannt gegeben, schwul zu sein.
Dobrick spricht offen über die Herausforderungen, mit denen schwule Männer im Profifußball nach wie vor konfrontiert sind. Er beschreibt, wie der Sport sie oft wie "Außenseiter" behandle, und verdeutlicht damit die anhaltende Stigmatisierung. Seine Äußerungen brechen ein jahrelanges Schweigen zu diesem Thema in den Männerligen.
Fangruppen fordern seit Langem eine inklusivere Haltung im Fußball. Ihre Appelle kommen zu einer Zeit, in der der Frauenfußball weiterhin Vorreiter bei der Akzeptanz der sexuellen Orientierung von Spielerinnen ist. Der Kontrast zwischen den beiden Bereichen bleibt eklatant.
Auch Uli Hoeneß, eine prägende Persönlichkeit beim FC Bayern München, hat sich zu Wort gemeldet. Er betonte, ein schwuler Trainer hätte beim Verein keine Probleme zu befürchten, und plädierte für mehr Offenheit. Seine Unterstützung erhöht den Druck auf den Männerfußball, sich mit den seit Langem bestehenden Tabus auseinanderzusetzen.
Dobricks Coming-out als Trainer ist ein seltener Schritt in einer Sportart, in der Homosexualität kaum thematisiert wird. Persönlichkeiten wie Hoeneß und Fanorganisationen treiben die Debatte um Veränderung weiter voran. Doch bisher hat kein aktiver Spieler in Deutschlands drei höchsten Ligen diesem Beispiel gefolgt.






