Weihenstephan setzt auf grüne Logistik mit neuem E-Lkw-Ladedepot in Freising
Francesco HeinrichWeihenstephan setzt auf grüne Logistik mit neuem E-Lkw-Ladedepot in Freising
Die Staatsbrauerei Weihenstephan hat in Freising ein neues, batteriegestütztes Ladedepot für Elektro-Lkw in Betrieb genommen. Die Anlage entstand in Zusammenarbeit mit Delta Charge und stellt einen bedeutenden Schritt in den Nachhaltigkeitsbemühungen der Brauerei dar. Sie zählt zu den ersten ihrer Art bei einer großen deutschen Brauerei.
Das Depot verfügt über zwei deckenmontierte Schnellladestationen, die jeweils eine Leistung von 150 kW liefern. Ein modulares Batteriespeichersystem stellt 125 kW Leistung und 257 kWh Speicherkapazität bereit, mit der Möglichkeit, auf 375 kW und 771 kWh erweitert zu werden. Der Speicher ist mit der hauseigenen 380-kWp-Solaranlage verbunden, sodass die vor Ort erzeugte Solarenergie die Ladeinfrastruktur versorgen kann.
Ein KI-gestütztes Steuerungssystem regelt die Energieverteilung zwischen den Solarmodulen, dem Batteriespeicher und den Ladestationen. Diese Konfiguration verringert die Abhängigkeit vom Stromnetz und senkt die Spitzenlast. Die Brauerei betrachtet den Umstieg auf Elektro-Lkw als zentralen Bestandteil ihrer Dekarbonisierungsstrategie, um die betrieblichen Emissionen zu reduzieren.
Das Konzept ist skalierbar und lässt sich auf andere logistische und industrielle Anwendungen übertragen. Es unterstützt die schrittweise Elektrifizierung von Fuhrparks und dient als Modell für zukünftige Projekte. Die Anlage vereint Schnellladetechnik, Batteriespeicher, Solarstrom und intelligentes Energiemanagement.
Die Projektpartner betonen die wachsende Bedeutung der Kombination von Elektro-Lkw und stationären Speichern für Kosteneinsparungen und Netzstabilität. Das System hilft zudem, steigende Energiepreise und Netzschwankungen abzufedern.






