Westenergie und Stadtwerke Osnabrück setzen auf grünen Wasserstoff für die Energiewende
Sylvio ThiesWestenergie und Stadtwerke Osnabrück setzen auf grünen Wasserstoff für die Energiewende
Zwei große Energieversorger bündeln ihre Kräfte, um die Produktion von grünem Wasserstoff in der Region Osnabrück auszubauen. Die Westenergie AG und die Stadtwerke Osnabrück haben eine neue Zusammenarbeit angekündigt, um die Nutzung dieser sauberen Energiequelle voranzutreiben. Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht die Entwicklung von Projekten entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette; ein gemeinsames Team soll 2024 die Arbeit aufnehmen.
Grüner Wasserstoff wird durch Elektrolyse hergestellt, ein Verfahren, das Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufspaltet. Wird dieser Prozess mit erneuerbaren Energien betrieben, entstehen keine CO₂-Emissionen – was ihn zu einem zentralen Baustein der deutschen Klimaschutzpläne macht. Die im Jahr 2023 aktualisierte Nationale Wasserstoffstrategie des Landes fördert solche Vorhaben aktiv, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.
An der neuen Kooperation ist auch die SWO Netz beteiligt, die Netztchter der Stadtwerke Osnabrück. Ein Hauptziel besteht darin, bestehende Erdgasleitungen für den Transport von grünem Wasserstoff umzurüsten. Dieser Ansatz soll den Übergang zu sauberer Energie effizienter und kostengünstiger gestalten.
Führungskräfte beider Unternehmen sowie Vertreter der lokalen Politik begrüßten die Vereinbarung. Katharina Pötter, Oberbürgermeisterin von Osnabrück, und Landrätin Anna Kebschull lobten die gestärkte Zusammenarbeit. Katherina Reiche, Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG, betonte, dass lokale Partnerschaften wie diese eine entscheidende Rolle für das Gelingen der deutschen Energiewende spielen werden. Daniel Waschow, Geschäftsführer der Stadtwerke Osnabrück, hob die Bedeutung von Wasserstoff für die Transformation der regionalen Energie- und Wärmesysteme hervor.
Das gemeinsame Projekt soll 2024 starten und sich auf die gesamte Wasserstoff-Lieferkette konzentrieren. Durch die Umnutzung bestehender Infrastruktur und den Einsatz erneuerbarer Energien will die Initiative den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen beschleunigen. Der Schritt steht im Einklang mit der übergeordneten Strategie Deutschlands, Emissionen zu senken und eine nachhaltige Energiezukunft aufzubauen.






