05 February 2026, 08:45

Wie Deutschland mit Mooren und alten Wäldern Millionen Tonnen CO₂ sparen kann

Eine detaillierte Schwarz-Weiß-Karte von Neufundland, die geografische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Informationen über die Region und ihre Bewohner liefert.

Wie Deutschland mit Mooren und alten Wäldern Millionen Tonnen CO₂ sparen kann

Deutschland könnte durch die Renaturierung von Mooren und den Schutz alter Wälder Millionen Tonnen CO₂-Emissionen einsparen – das geht aus neuen Empfehlungen hervor. Der Wissenschaftliche Beirat für Natürlichen Klimaschutz (WBN) hat Maßnahmen vorgeschlagen, um die Klimaziele im Bereich Landnutzung bis 2045 zu erreichen.

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Laut WBN sollten bis 2045 eine Million Hektar Moorland wiedervernässt werden. Dadurch ließen sich jährlich rund 40 Millionen Tonnen CO₂ einsparen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten jährlich etwa 50.000 Hektar renaturiert werden – das entspricht etwa 80 Prozent der derzeit landwirtschaftlich genutzten Moorflächen in Deutschland.

Die Wiedervernässung erfordert jedoch wirtschaftliche Alternativen für Landwirte. Der Beirat schlägt vor, Paludikultur – also nasse Landwirtschaft – einzusetzen, um die Flächen weiter produktiv zu nutzen. Zudem fordert er, Subventionen zu streichen, die im Rahmen der EU-Agrarpolitik (GAP) die trockene Moornutzung fördern.

Neben den Mooren rät der WBN, die Holzernte in 110.000 Hektar alten Buchenwäldern zu stoppen. Dadurch könnten zusätzlich zwei Millionen Tonnen Kohlenstoff pro Jahr gebunden werden. Zudem empfiehlt der Beirat, Wälder klimaresistenter zu gestalten, indem in stabilen Lagen der Holzeinschlag in reifen Laubwäldern reduziert wird.

In der Landwirtschaft setzen die Expert:innen auf klimafreundliche Methoden wie Agroforstwirtschaft, Streifenanbau und Mischkulturen. Zwar gibt es keine bundesweiten Daten zum Fortschritt der Moorrestaurierung, doch lokale Projekte zeigen erste Erfolge. Beispiele sind die Wiedervernässung hunderter Hektar in Kalkriese, 2,13 Hektar durch die Initiative "Mission to Marsh" sowie 3,5 Hektar im Ahlenmoor.

Der WBN, der in der letzten Legislaturperiode eingerichtet wurde, besteht aus Fachleuten wie Prof. Harald Grethe, Prof. Franziska Tanneberger und Prof. Josef Settele.

Die Umsetzung dieser Maßnahmen würde die Emissionen aus der Landnutzung deutlich verringern. Die Renaturierung von Mooren und der Schutz alter Wälder gelten als zentrale Schritte hin zu Deutschlands Klimazielen für 2045. Die Vorschläge des WBN zielen darauf ab, ökologische Ziele mit den wirtschaftlichen Bedürfnissen von Landwirt:innen und Forstleuten in Einklang zu bringen.