Wie ein vergessener Pavillon in Wolfsburg zum farbenfrohen Kunstwerk wurde
Francesco HeinrichWie ein vergessener Pavillon in Wolfsburg zum farbenfrohen Kunstwerk wurde
Einst kaum beachteter Pavillon in der Porschestraße 34i in Wolfsburg ist zu einem auffälligen Kunstwerk im öffentlichen Raum geworden. Die Verwandlung verdankt sich einem großflächigen Wandgemälde, das die gesamte Fassade ziert. Lokale Verantwortliche und Unternehmer begrüßen den Wandel als willkommenen Impuls für die Innenstadt.
Den Anstoß gab Thi Ly Dang, Inhaberin des nahegelegenen Restaurants Wasabi Sushi. Gemeinsam mit dem Verein Junge Kunst e.V. und dem Künstler Andreas Linke setzte sie die Idee um. Herausgekommen ist ein kraftvolles, dynamisches Design, das die zuvor schmuddeligen Wände des Pavillons ersetzt.
Unterstützung erhielt das Projekt vom Wolfsburg City Center Fonds, der im Juni 2025 ins Leben gerufen wurde. Dieser Fonds, getragen von der Stadt Wolfsburg und der Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH (WMG), fördert Vorhaben, die das Zentrum beleben. „Ziel ist es, eine lebendigere und attraktivere Innenstadt zu schaffen“, erklärt Josephine Stein, Leiterin der Bereiche Einzelhandel und Zentren bei der WMG.
Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Vereine, Kulturschaffende und alle, die sich für die Zukunft des Viertels engagieren. Besonders gefördert werden gemeinwohlorientierte Projekte wie Kunstinstallationen, kulturelle Veranstaltungen oder kreative Gestaltungsideen für den öffentlichen Raum. Frank Hocke, Vorsitzender von Junge Kunst e.V., betont, dass das Wandbild bereits die Wahrnehmung des einst abschreckenden Ortes verändert habe.
Thi Ly Dang und ihre Tochter Thu Huong Dang zeigen sich begeistert von der Umgestaltung. Sie heben hervor, wie das Kunstwerk die Atmosphäre des Viertels aufgewertet und es für Anwohner wie Besucher einladender gemacht habe.
Das Wandgemälde ist nun ein farbenfroher Blickfang in Wolfsburgs Stadtmitte. Gefördert durch den City Center Fonds, steht es exemplarisch für die zahlreichen Bemühungen, die Attraktivität des Gebiets zu steigern. Das Projekt zeigt, wie die Zusammenarbeit von lokalen Unternehmen, Künstlern und städtischen Initiativen öffentliche Räume neu prägen kann.






