Wie falsche **Heizkessel-Einstellungen** jedes Jahr Hunderte Euro verschwenden
Sylvio ThiesWie falsche **Heizkessel-Einstellungen** jedes Jahr Hunderte Euro verschwenden
Viele Haushalte könnten ihre Heizkosten senken, indem sie ihre Heizungsanlagen präziser einstellen. Experten zufolge lassen sich durch einfache Änderungen an den Einstellungen und regelmäßige Wartung bis zu 15 Prozent Energieverschwendung vermeiden. Dennoch laufen die meisten Heizkessel weiterhin mit den werksseitigen Standardeinstellungen – die oft nicht den tatsächlichen Anforderungen entsprechen.
Die Heizkurve regelt, wie viel Warmwasser in die Heizkörper fließt, abhängig von der Außentemperatur. Die meisten Systeme sind mit einer mittelmäßigen Steigung voreingestellt, doch das führt häufig zu Ineffizienz. Ist die Kurve zu steil eingestellt, feuert der Kessel weiter, selbst wenn die Thermostatventile die Raumtemperatur bereits begrenzen – und verschwendet so Energie.
Durch hydraulischen Abgleich wird sichergestellt, dass jeder Heizkörper die richtige Menge Warmwasser erhält. Fehlt dieser Abgleich, strömt kochend heißes Wasser an den Heizkörpern vorbei und fließt ungenutzt zurück in den Kessel – was unnötigen Verschleiß und höhere Kosten verursacht. Die Anpassung der Vorlauftemperatur an kalte, trübe Tage ebenso wie an milde Frühlingstage hilft, die optimale Einstellung zu finden. Hersteller wie Viessmann empfehlen, die Heizkurve für die Übergangszeiten und bei starker Kälte anzupassen. Vaillant hat sogar ein app-gestütztes Gerät auf den Markt gebracht, den eRELAX-Funkregler, der die Kurve automatisch für eine bessere Effizienz anpasst.
Jeden Winter geht ein großer Teil der Wärme ungenutzt verloren – bedingt durch schlecht eingestellte Systeme. Richtige Anpassungen der Heizkurve und ein hydraulischer Abgleich könnten Haushalten nicht nur Geld sparen, sondern auch die Belastung der Heizkessel verringern. Schon kleine Änderungen an den Einstellungen können sich mit der Zeit spürbar auszahlen.
