15 February 2026, 04:42

Wiesbadener Karneval ändert Schlusswagen-Namen nach Mainzer Markenstreit

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Entenwagens, der mit Blumen geschmückt ist und von Menschen umgeben ist, die auf der linken Seite stehen, Bäume und einen klaren Himmel im Hintergrund.

Wiesbadener Karneval ändert Schlusswagen-Namen nach Mainzer Markenstreit

Ein langjähriger Brauch beim Wiesbadener Karnevalsumzug hat zu einem Rechtsstreit mit dem Nachbarn Mainz geführt. Der Schlusswagen, der seit zwei Jahrzehnten unter dem Namen "Zugen(d)te" bekannt war, wird nun nach einer Beschwerde des Mainzer Karnevalsvereins umbenannt. Die Änderung erfolgt, um weitere Konflikte um Markenrechte zu vermeiden.

Fast 20 Jahre lang trug der letzte Wagen im Wiesbadener Schmotzigen-Donnerstag-Umzug den Namen "Zugen(d)te" und markierte damit das Ende des Zuges. Diese Tradition ähnelt dem Mainzer Rosenmontagszug, bei dem ein vergleichbarer Wagen die Feierlichkeiten abschließt. Allerdings ist der Name rechtlich geschützt und ausschließlich für die Mainzer Veranstaltung reserviert.

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Hannsgeorg Schönig, Präsident des Mainzer Karnevalsvereins, erhob offiziell Einspruch gegen die Verwendung des Begriffs durch Wiesbaden. Bei einer Prüfung stellte sich heraus, dass der Wagen selbst – eine Figur eines Straßenkehrers mit Besen und weißen Federn – trotz des spielerischen Namensbezugs keiner Ente ähnelt. Diese Feststellung löste das Markenproblem jedoch nicht.

Als Reaktion kündigten die Wiesbadener Umzugsveranstalter von Dacho eine Umbenennung an. Der Wagen wird künftig "Gans am End" (Gans am Ende) heißen. Guntram Eisenmann, künstlerischer Leiter von Dacho, bestätigte, dass sämtliche bestehende Beschriftungen entfernt werden, um den rechtlichen Vorgaben zu entsprechen.

Die Umbenennung stellt sicher, dass der Wiesbadener Umzug ohne juristische Komplikationen stattfinden kann. Der neue Name "Gans am End" ersetzt den umstrittenen Begriff, behält aber die Funktion des Wagens als Abschluss des Zuges bei. Die Veranstalter haben das Design angepasst, um weitere Auseinandersetzungen mit Mainz zu vermeiden.