27 March 2026, 16:19

Wildkräuter sammeln für Haustiere: Diese Regeln müssen Sie beachten

Offenes Buch mit einer Zeichnung von zwei Kaninchen im Gras umgeben von Pflanzen, mit Text oben und unten.

Wildkräuter sammeln für Haustiere: Diese Regeln müssen Sie beachten

Viele Haustierbesitzer suchen nach frischem Grünfutter, um ihre Tiere auf natürliche Weise zu ernähren. Doch die Suche nach geeigneten Pflanzen kann knifflig sein – besonders, wenn man sie in der freien Natur sammelt. In Deutschland gelten strenge Regeln für das Pflücken von Wildkräutern, selbst wenn sie als Tierfutter verwendet werden sollen.

Nach der Handstraußregelung im Bundesnaturschutzgesetz dürfen Menschen während der Vegetationsperiode kleine Mengen wild wachsender Pflanzen wie Bärlauch sammeln. Allerdings gilt dies nur, sofern die Arten nicht unter Schutz stehen und das Gebiet kein Naturschutzgebiet ist. Für Wiesen und Felder ist stets die Erlaubnis des Grundstückseigentümers erforderlich. Die Bußgelder für illegales Sammeln variieren je nach Bundesland: In Brandenburg liegen sie zwischen 50 und 5.000 Euro, in Bremen können bis zu 20.000 Euro fällig werden. Bayern verlangt mindestens 50 Euro, wobei in den meisten Regionen für landwirtschaftliche Flächen keine Sonderregelungen gelten.

Der Zutritt zu Acker- und Grünland ist stark eingeschränkt. In Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ist das Betreten von Wiesen von März bis Oktober verboten. Schleswig-Holstein geht noch weiter und untersagt den Zugang zu landwirtschaftlichen Flächen gänzlich. Selbst wo das Betreten erlaubt ist, kann das Niedertrampeln von Kulturen beim Suchen nach Wildkräutern die Existenzgrundlage von Landwirten gefährden.

Im Zweifel ist es am sichersten, vorab beim Eigentümer nachzufragen. Die meisten erlauben ein behutsames Sammeln, wenn respektvoll damit umgegangen wird. Weitere Hinweise bietet der Artikel "Gefragt: Was dürfen Wanderer und Sportler auf dem Feld?" auf unserer Seite.

Wer Wildkräuter für Haustiere pflückt, muss die örtlichen Vorschriften beachten, um Bußgelder zu vermeiden und die Ernte zu schützen. Viele Grundbesitzer gestatten eine verantwortungsvolle Entnahme – allerdings nur mit vorheriger Rücksprache. Wer die Regeln ignoriert, riskiert nicht nur Strafen, sondern kann auch Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen verursachen.

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