27 March 2026, 04:23

1,9-Millionen-Euro-Diebstahl: Parkuhren-Betrug in Kempten über zehn Jahre unentdeckt

Reihe von Parkautomaten entlang einer Straße mit einem Gebäude mit Glasfenstern und einer Rolllade mit Text im Hintergrund und einem nahen Müllcontainer.

1,9-Millionen-Euro-Diebstahl: Parkuhren-Betrug in Kempten über zehn Jahre unentdeckt

In Kempten hat der Prozess um den Diebstahl von fast 1,9 Millionen Euro aus städtischen Parkuhren begonnen. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen ein kommunaler Mitarbeiter und seine Ehefrau, die über ein Jahrzehnt hinweg mutmaßlich einen Betrugsring betrieben haben. Die Behörden deckten den Schwindel auf, nachdem Bankangestellte Ende 2025 verdächtige Transaktionen gemeldet hatten.

Die Betrugsmasche blieb ganze zehn Jahre unentdeckt: Der 40-jährige Angestellte entwendete systematisch Bargeld aus den Parkuhren, während seine 38-jährige Frau das Geld wusch, indem sie es auf Konten einzahlte oder in Geschenkgutscheine umwandelte. Erst als Bankmitarbeiter ungewöhnliche Kontenbewegungen bemerkt hatten, flog das Ganze auf.

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Beide Angeklagten sitzen seit ihrer Festnahme in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft fordert nun die vollständige Rückerstattung der gestohlenen Gelder. Unterdessen hat die Stadt Kempten alle Parkuhren mit neuen Schlössern ausgestattet und die Wartungsarbeiten an ein externes Unternehmen übertragen.

Das Verfahren läuft noch, während die Ermittler das volle Ausmaß des Diebstahls aufklären.

Der Fall zeigt, wie eine jahrelange Betrugsaffäre schließlich durch finanzielle Kontrollen aufgedeckt wurde. Kempten hat bereits Vorsorgemaßnahmen ergriffen, um künftige Diebstähle zu verhindern – durch verbesserte Sicherheitssysteme und die Auslagerung der Wartung. Das Gericht wird nun entscheiden, ob das Ehepaar den gesamten gestohlenen Betrag zurückzahlen muss.

Quelle