40 Jahre für Seligenstadt: Pädagogin Iris Knies geht in Ruhestand
Francesco Heinrich40 Jahre für Seligenstadt: Pädagogin Iris Knies geht in Ruhestand
Iris Knies, eine ausgebildete Pädagogin, geht nach fast 40 Jahren im Dienst der Stadt Seligenstadt am 30. Juni in den Ruhestand. Die Stadt hat ihren Abschied bekannt gegeben – eine Karriere, die durch prägende Beiträge zur lokalen Kinderbetreuung und Stadtentwicklung gekennzeichnet war. Bürgermeister Dr. Daniell Bastian würdigte öffentlich ihre Fachkompetenz, ihr Engagement und ihren nachhaltigen Einfluss auf die Gemeinschaft.
Knies begann ihre Laufbahn 1988 als Jugendbeauftragte in der offenen Jugendarbeit unter Bürgermeister Karl Schmitt. Über die Jahrzehnte hinweg arbeitete sie unter vier Bürgermeister:innen – Schmitt, Rolf Wenzel, Dagmar B. Nonn-Adams und Bastian.
2010 übernahm sie die Leitung des Fachbereichs Kinderbetreuung und führte später das „Amt für Kinder, Senioren, Sport und Kultur“ mit einem Team von 87 Mitarbeitenden. Sie spielte eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Ein- bis Dreijährige – bereits 2013, was in der Region Maßstäbe setzte.
Darüber hinaus trieb Knies das städtebauliche Programm „Soziale Stadt“ voran und realisierte Projekte wie den „Platz der Freundschaft“ sowie das Nachbarschaftszentrum im Norden Seligenstadts. Sie blieb eine vertraute Ansprechpartnerin für Eltern, Träger und Einrichtungen und setzte sich dafür ein, die Kita „Emmy-Stein-Kita“ zum Gedenken an ein jüdisches Mädchen aus Seligenstadt zu benennen, das Opfer des Nationalsozialismus wurde.
Um einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten, übernahm Matthias Mai ihre Position bereits am 1. Juni, sodass eine reibungslose Wissensweitergabe vor ihrem Ruhestand möglich war.
Knies hinterlässt ein Erbe aus ausgebauten Betreuungsangeboten und gemeinwohlorientierten Projekten. Ihr langjähriges Engagement fand Anerkennung bei Kolleg:innen und Stadtverantwortlichen. Die Übergabe an ihren Nachfolger ist nun abgeschlossen – und sichert so die Kontinuität ihrer Arbeit.
