03 April 2026, 06:18

AfD nutzt Berliner Messerangriffe als Wahlkampf-Waffe mit neuer App

Ein schildförmiges Polizeibadge mit "Polizei Berlin" in schwarzer fetter Schrift, das ein weißes Stern auf blauem Hintergrund und einen weißen Rand hat und auf einer Oberfläche liegt.

AfD nutzt Berliner Messerangriffe als Wahlkampf-Waffe mit neuer App

Messattacken in Berlin sind zum zentralen Wahlkampfthema geworden. Vor der anstehenden Wahl fordert die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) mehr Transparenz und wirft der aktuellen Koalitionsregierung vor, entscheidende Informationen zurückzuhalten. Teil ihrer Kampagne ist ein neues digitales Tool, das Angriffe in der Stadt dokumentiert.

Laut Polizeistatistiken gab es 2024 in Berlin 3.412 Messerangriffe – ein Anstieg von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die AfD behauptet, die offiziellen Zahlen unterschätzten das Ausmaß des Problems und verweist auf Lücken zwischen Polizeieinsätzen und den tatsächlich erfassten Straftaten.

Die Partei hat eine sogenannte "Messer-App" gestartet, die aktuelle Vorfälle auf einer Karte verzeichnet – mit Angaben zu Verletzungen und Tatorten der vergangenen 30 Tage. Kristin Brinker, Fraktionsvorsitzende der AfD, warf der regierenden Koalition vor, Informationen vorzuenthalten, insbesondere zur Herkunft der Tatverdächtigen – eine Angabe, die Berlin im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern nicht veröffentlicht.

Auch die Schusswaffenkriminalität hat zugenommen: 2025 stieg die Zahl der waffenbezogenen Straftaten um 68 Prozent. Gleichzeitig gibt es keine umfassenden Daten darüber, wie viele der 1.906 identifizierten Messerangriffs-Verdächtigen aus dem vergangenen Jahr tatsächlich angeklagt oder verurteilt wurden. Die Linke kritisiert den Kurs der AfD als Stimmungsmache, die gezielt Migranten an den Pranger stelle.

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Mit ihrer Forderung nach mehr Daten reagiert die AfD auf die steigenden Zahlen bei Messer- und Schusswaffengewalt. App und öffentliche Stellungnahmen sollen die Behörden unter Druck setzen, weitere Details offenzulegen. Die Debatte über Transparenz – und ihre möglichen Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit – bleibt vorerst ungelöst.

Quelle