04 April 2026, 12:19

AfD-Vorwürfe nach Landtagswahl: Warum die Briefwahl das Ergebnis veränderte

Altes Buch mit dem Titel "Präsidentschaftswahlen, 1844" mit dekorativem Rand, das Wahlen nach Bundesstaaten in verschiedenen Farben auflistet.

AfD-Vorwürfe nach Landtagswahl: Warum die Briefwahl das Ergebnis veränderte

Ein Facebook-Nutzer hat Wahlbetrug bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz behauptet, nachdem der Stimmenanteil der AfD nach Auszählung der Briefwahlstimmen unter 20 Prozent gefallen war. Das endgültige Ergebnis der Partei lag bei 19,5 Prozent – ein Rückgang gegenüber den anfänglichen Prognosen von 20 Prozent. Behörden wiesen die Vorwürfe zurück und betonten, dass keine Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden.

Erste Hochrechnungen von ARD und ZDF am Wahlabend hatten die AfD noch bei 20 Prozent gesehen. Im Laufe des Abends sank ihr Anteil auf 19,5 Prozent – eine Verschiebung, die sich im üblichen Toleranzbereich solcher Schätzungen bewegt. Ähnliche Anpassungen gab es auch bei anderen Parteien, darunter SPD und Grüne.

Die Briefwahl spielte eine entscheidende Rolle bei der endgültigen Auszählung. Bis 10:00 Uhr am Wahltag hatten bereits 34 Prozent der Wähler in Rheinland-Pfalz per Brief abgestimmt, was einen beträchtlichen Teil der bis Mittag registrierten Wahlbeteiligung von 50 Prozent ausmachte. Anders als 2021, als pandemiebedingte Einschränkungen die Briefwahl begünstigten, lagen die Zahlen in diesem Jahr niedriger, was direkte Vergleiche erschwert.

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AfD-Anhänger neigen eher dazu, persönlich zu wählen als per Brief, was laut Analysten frühe Hochrechnungen verfälschen kann. Die Landeswahlleitung bestätigte, dass es keine Hinweise auf Manipulationen gebe, und verwies darauf, dass Briefwähler oft ein anderes Abstimmungsverhalten zeigen als Wähler, die am Wahltag selbst ihre Stimme abgeben. Da sich Prognosen mit fortschreitender Auszählung verfeinern, blieb das Endergebnis der AfD nah an der ursprünglichen Schätzung.

Das endgültige Ergebnis der AfD von 19,5 Prozent lag damit 0,5 Prozentpunkte unter der ersten Prognose – eine Differenz, die sich im Rahmen der erwarteten statistischen Schwankungen bewegt. Behörden betonten erneut, dass Verschiebungen während der Auszählung normal seien, insbesondere bei hohem Briefwahlanteil. Bisher wurden keine offiziellen Beschwerden über Unregelmäßigkeiten eingereicht.

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