29 March 2026, 14:22

AOK-Streik ab 14. Januar: 55.000 Beschäftigte kämpfen für faire Löhne

Plakat mit zwei Personen vor einem Berg- und Baumhintergrund, mit dem Text "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granit Arbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

AOK-Streik ab 14. Januar: 55.000 Beschäftigte kämpfen für faire Löhne

Rund 55.000 Beschäftigte der AOK werden ab dem 14. Januar 2026 in den Streik treten, um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Die Arbeitsniederlegung folgt auf monatelang festgefahrene Verhandlungen, wobei die Mitarbeiter frühere Angebote als unzureichend zurückgewiesen hatten. Durch den Ausstand ist mit erheblichen Verzögerungen in den regionalen Servicezentren und bei den telefonischen Hotlines zu rechnen.

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Der Streik wurde von der Gewerkschaft für Soziale Versicherung (GdS) ausgerufen, die der AOK vorwirft, den Forderungen nach höheren Gehältern und verbessertem Urlaubsgeld nicht nachzukommen. Maik Wagner, Bundesvorsitzender der GdS, betonte, der Versicherungskonzern habe die finanziellen Spielräume, um fairere Konditionen zu bieten. Für den 14. Januar ist um 12 Uhr eine Kundgebung vor dem AOK-Hauptsitz in Berlin geplant – zeitgleich mit der ersten Runde der Tarifverhandlungen, die an diesem und dem folgenden Tag stattfinden soll.

Die aktuellen Vorschläge der AOK sehen eine Lohnerhöhung von 2,1 Prozent im Mai 2026 und weitere 2,1 Prozent im Mai 2027 vor, was insgesamt etwa 4,8 Prozent über zwei Jahre entspricht. Frühere Angebote von 2 Prozent waren zuvor abgelehnt worden und hatten schließlich zur Arbeitskampfmaßnahme geführt. Zwar liegen keine genauen Vergleichszahlen für Konkurrenten wie die TK oder DAK vor, doch deuten Branchentrends auf höhere Steigerungen anderswo hin: So sollen etwa private Kliniken ab April 2026 die Löhne um 3 Prozent anheben.

Der Streik wird voraussichtlich den Betrieb der AOK beeinträchtigen, wobei regionale Servicezentren und Telefon-Hotlines besonders betroffen sein dürften. Kunden müssen während der Aktion mit längeren Wartezeiten und einer eingeschränkten Verfügbarkeit von Supportleistungen rechnen.

Die Arbeitsniederlegung wird zeigen, inwieweit die AOK bereit ist, ihr Angebot nachzubessern – die Mitarbeiter fordern Löhne, die dem Branchendurchschnitt entsprechen. Mit der Wiederaufnahme der Verhandlungen in Berlin wird sich entscheiden, ob der Dienstbetrieb bald wieder normal läuft oder mit anhaltenden Einschränkungen zu rechnen ist. Die GdS hat bereits angekündigt, dass bei ausbleibenden Zugeständnissen weitere Streikmaßnahmen folgen könnten.

Quelle