29 March 2026, 20:20

Apotheken ächzen unter steigenden Löhnen und Mindestlohn-Erhöhungen bis 2027

Plakat mit der Aufschrift "Reduzierung der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Regierung" mit Text und Logo, das Informationen zur Reduzierung der Arzneimittelkosten unter der Regierung enthält.

Apotheken ächzen unter steigenden Löhnen und Mindestlohn-Erhöhungen bis 2027

Apotheken in ganz Deutschland kämpfen mit steigenden Kosten durch höhere Löhne

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Durch neue Tarifverträge klettern die Personalkosten in deutschen Apotheken weiter. Seit Januar 2026 gilt eine Lohnerhöhung von drei Prozent, die die jährlichen Ausgaben um mehrere tausend Euro in die Höhe treibt. Weitere Steigerungen sind bereits geplant – der Mindestlohn soll 2027 erneut steigen.

Die jüngste Lohnerhöhung trat zum 1. Januar 2026 in Kraft und geht auf eine im Jahr 2024 geschlossene Vereinbarung zwischen der Apothekergewerkschaft Adexa und dem Arbeitgeberverband ADA zurück. Das Abkommen umfasste eine Gesamtanpassung der Gehälter um sieben Prozent. Allein durch die aktuelle Erhöhung um drei Prozent entstehen für Apotheken nun im Schnitt zusätzliche Kosten von 9.500 Euro pro Jahr.

Gleichzeitig stieg der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 Euro, was die Ausgaben für jeden Teilzeitbeschäftigten um etwa 700 Euro jährlich erhöht. Ab dem 1. Januar 2027 wird er weiter auf 14,60 Euro angehoben – ein Plus von 17,6 Prozent seit 2024. Branchenexperten, darunter die Treuhand Hannover, warnen, dass diese Entwicklungen die Arbeitgeber stark belasten werden.

Schon jetzt zeichnen sich neue Verhandlungen ab. Die aktuellen Tarifverträge laufen 2026 und 2027 aus, die Gespräche sollen kurz darauf wiederaufgenommen werden. In Nordrhein-Westfalen muss die Einigung mit der TGL-Gewerkschaft bis zum 30. Juni 2026 erreicht sein, bevor weitere Runden beginnen. Während sich Adexa auf die Lohnverhandlungen vorbereitet, rechnen Arbeitgeber mit noch stärkeren Kostensprüngen ab 2027.

Die steigenden Mindestlöhne und Tarifabschlüsse werden die Finanzen der Apotheken in den kommenden Jahren weiter unter Druck setzen. Da 2027 eine weitere Erhöhung ansteht, müssen sich die Betriebe auf höhere Personalkosten einstellen. Die anstehenden Verhandlungen in diesem Jahr werden zeigen, ob weitere Lohnerhöhungen folgen.

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