Apotheken kämpfen 2026 mit 550 fehlenden Medikamenten und Preischaos
Dora CichoriusApotheken kämpfen 2026 mit 550 fehlenden Medikamenten und Preischaos
Deutsche Apotheken stehen zu Jahresbeginn 2026 vor großen Herausforderungen: Fast 550 Medikamente sind weiterhin nicht verfügbar, wie aus Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hervorgeht. Das neue Jahr bringt zudem dringende Aufgaben für die Verwaltung mit sich – von der Anpassung von Preisen bis hin zur Sicherstellung der Versorgung angesichts anhaltender Engpässe.
Der Start ins neue Jahr offenbart erneut die anhaltenden Lieferprobleme: 550 Arzneimittel sind aktuell als nicht lieferbar gemeldet. Zwar hat das BfArM nicht konkretisiert, wie viele davon als kritisch einzustufen sind oder welche Wirkstoffgruppen besonders betroffen sind, doch die Apotheken müssen sich auf mögliche Rationierungen einstellen – sei es wegen Rohstoffmangel oder logistischer Verzögerungen.
Eine enge Abstimmung mit den Außendienstteams ist nun unerlässlich, um bei knappen Beständen Prioritäten bei der Verteilung zu setzen. Viele im Dezember abgeschlossene Verträge sehen Lieferungen für das erste Quartal vor, weshalb Lagerkapazitäten und Versandpläne zeitnah bestätigt werden müssen. Gleichzeitig gilt es für die Verwaltung, die Bestände zu den alten Preisen zu überprüfen oder die Verkaufspreise vor den geplanten Erhöhungen anzupassen.
Durch vorausschauende Planung lassen sich die Auswirkungen steigender Kosten abfedern und die Lieferketten für das Jahr stabilisieren. Apotheken sollten zudem aktuelle Lieferantenpreise und Rückgaberegelungen übersichtlich zusammenstellen, um im Bedarfsfall schnell darauf zugreifen zu können. Auch die Bestellungen für die Grippeimpfstoffe der nächsten Saison müssen frühzeitig vorbereitet werden – die Bestellformulare für Arztpraxen sollen bis Ende Januar finalisiert sein.
Der Jahreswechsel erfordert besondere Aufmerksamkeit bei der Lagerhaltung, Preisanpassungen und auslaufenden Verträgen. Wer jetzt klare saisonale Prioritäten setzt, kann spätere Versorgungsengpässe vermeiden.
Mit 550 nicht verfügbaren Medikamenten und bevorstehenden Preisanpassungen sind die Apotheken gefordert, schnell zu handeln: Bestände müssen überprüft, Verträge aktualisiert und essenzielle Lieferungen gesichert werden. Eine frühzeitige Vorbereitung der Grippeimpfstoff-Bestellungen und eine enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten werden entscheidend sein, um 2026 einen stabilen Betrieb zu gewährleisten.






