20 April 2026, 12:19

ARD hält an Druckfrisch fest – trotz Sexismus-Vorwürfen gegen Denis Scheck

Ein altes Buchcover mit einem Mann in einem Anzug, der in einem Stuhl sitzt und nachdenklich schaut, und einer Frau, die neben ihm steht und ebenfalls nachdenklich schaut, mit der Aufschrift "Die Macht der öffentlichen Meinung" auf dem Buch.

ARD hält an Druckfrisch fest – trotz Sexismus-Vorwürfen gegen Denis Scheck

Der deutsche Rundfunksender ARD hält an seiner Literatursendung Druckfrisch fest, nachdem Vorwürfe des Sexismus gegen den Moderator Denis Scheck erhoben wurden. Die Debatte begann, als zwei Autorinnen seine scharfen Kritiken an ihren Büchern öffentlich rügten. ARD betonte seitdem erneut sein Bekenntnis zu Gleichberechtigung und vielfältigen Stimmen im Programm.

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Der Streit entzündete sich an Schecks Rezensionen der Bücher von Sophie Passmann und Ildikó von Kürthy. Passmann äußerte sich auf Instagram und bezeichnete seine Kritik an ihrem Werk als "nicht nur grausam, sondern vor allem sexistisch". Von Kürthy reagierte später in der Zeit und erklärte, sie werde sich solch herablassende Behandlung nicht länger gefallen lassen.

Schecks Rezensionen sind für ihre schonungslose Direktheit bekannt – oft wirft er Bücher, die ihm missfallen, durch eine Rutsche in den Müll. Zwar betont er, seine Kritik richte sich gegen die Texte und nicht gegen Autor:innen oder Leser:innen, doch die Gegenreaktionen nehmen zu. Auch Elke Heidenreich meldete sich zu Wort und kritisierte sowohl Schecks Vorgehen als auch die Rolle des ARD, das dies ermöglicht.

ARD verteidigte die Sendung und erklärte, das Geschlecht einer Autorin oder eines Autors spiele bei der literarischen Bewertung keine Rolle. In der jüngsten Folge seien sogar mehr Bücher von Frauen gelobt als kritisiert worden, hieß es. Der Sender unterstrich, Druckfrisch lehne Frauenfeindlichkeit ab und schätze die Beiträge von Autorinnen zur Literatur.

Die Diskussion zeigt die Spannung zwischen scharfer Literaturkritik und der Sorge vor geschlechtsspezifischen Vorurteilen. ARD machte deutlich, dass Druckfrisch weiterhin eine Bandbreite an Perspektiven präsentieren werde, Diskriminierung jedoch ablehne. Doch die Debatte dürfte anhalten, während Autor:innen und Kritiker:innen auf Schecks Rezensionsstil reagieren.

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