11 May 2026, 02:19

Ärzte fordern radikale Alkohol-Reformen: Kein Bier mehr für 14-Jährige – selbst mit Eltern

Plakat, das ein Bierfest in Deutschland ankündigt, mit Menschen, die Biergläser halten und einem Fass im Hintergrund, mit deutschem Text unten.

Ärzte fordern radikale Alkohol-Reformen: Kein Bier mehr für 14-Jährige – selbst mit Eltern

Kassenärztliche Vereinigung Marburg drängt auf strengere Alkoholregeln in Deutschland

Die Kassenärztliche Vereinigung Marburg fordert schärfere Vorschriften für den Alkoholverkauf in Deutschland. Zu den Vorschlägen gehören eine Anhebung des Mindestalters für den begleiteten Alkoholkonsum sowie Einschränkungen beim Verkauf hochprozentiger Spirituosen. Die Organisation argumentiert, dass strengere Kontrollen Jugendliche besser schützen und gesundheitliche Risiken durch Alkoholkonsum verringern würden.

Aktuell dürfen 14- und 15-Jährige in Deutschland Bier, Wein und Sekt legal trinken, wenn sie von einem Elternteil oder Erziehungsberechtigten begleitet werden. Die Vereinigung will diese Ausnahme streichen – künftig soll Alkohol generell nicht mehr an unter 16-Jährige verkauft werden, selbst nicht unter Aufsicht.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Delegierten verwiesen auf internationale Studien, die belegen, dass höhere Altersgrenzen und strengere Verkaufsregeln den Alkoholkonsum bei Jugendlichen senken. Zudem forderten sie, dass Spirituosen nur noch in Fachgeschäften für Alkohol und nicht mehr in Supermärkten, Tankstellen oder Kiosken erhältlich sein sollten.

Die Organisation betonte, dass Alkohol nach wie vor zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken in Deutschland zählt. Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen soll der frühe Kontakt mit Alkohol eingeschränkt und der leichte Zugang zu hochprozentigen Getränken erschwert werden.

Falls die Pläne umgesetzt werden, wäre der Alkoholverkauf an unter 16-Jährige – selbst mit elterlicher Zustimmung – verboten. Supermärkte und Tankstellen dürften dann keine Spirituosen mehr anbieten; der Verkauf wäre auf spezialisierte Händler beschränkt. Die Kassenärztliche Vereinigung ist überzeugt, dass diese Schritte zu einem Rückgang des Jugendalkoholkonsums und einer Verbesserung der öffentlichen Gesundheit führen würden.

Quelle