Bahn-Chaos lähmt deutsche Industrie: Stahl, Chemie und Auto leiden unter Güterverkehr-Krise
Leila BlochBahn-Chaos lähmt deutsche Industrie: Stahl, Chemie und Auto leiden unter Güterverkehr-Krise
Verspätungen im Güterverkehr der Deutschen Bahn sorgen für massive Störungen in der deutschen Industrie
Wichtige Wirtschaftszweige wie Stahl, Chemie und Automobilbau verzeichnen durch die unzuverlässigen Bahntransporte Millardenverluste. Besonders hart trifft es die Stahlindustrie: Das Werk von ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt meldet kritisch niedrige Erzreserven, und auch Unternehmen wie Salzgitter drosseln wegen der Transportprobleme die Produktion. Da rund 50 Prozent der Stahltransporte in Deutschland über die Schiene abgewickelt werden, ist die Branche besonders anfällig.
Auch die chemische Industrie leidet unter den Engpässen – immerhin werden jährlich fast 25 Millionen Tonnen Güter per Bahn befördert. Produktionsausfälle und steigende Kosten sind die Folge. Im Automobilsektor wiederum sinkt die Transportkapazität der Bahn, sodass vermehrt auf den Straßenverkehr ausgewichen werden muss.
Ersatzbusse kommen für den Gütertransport nicht infrage. Die Deutsche Bahn wird aufgefordert, umgehend zu handeln: durch bessere Planung, Koordination und Priorisierung von Güterzügen. Experten schlagen vor, Güterzüge auf Ausweichstrecken vorrangig zu behandeln, um Verspätungen zu verringern.
Die anhaltenden Bahnstörungen kosten die Wirtschaft Milliarden. Dringend nötig sind Maßnahmen wie optimierte Fahrpläne und eine klare Routenpriorisierung, um den Güterverkehr wieder zuverlässig zu gestalten. Ohne diese Änderungen drohen weitere Produktionskürzungen und finanzielle Einbußen.
