22 March 2026, 20:29

Berlin feiert Newroz mit zwei großen Festen für kulturelle Vielfalt und Widerstand

Eine belebte Stadtstraße bei Nacht am Neujahrstag in Berlin, mit Gebäuden, Bäumen, Laternen, Ampeln, Schildern, Zelten, Menschen und einem prächtigen Feuerwerk am Himmel.

Berlin feiert Newroz mit zwei großen Festen für kulturelle Vielfalt und Widerstand

Newroz-Fest: Berlin feiert den Frühlingsanfang mit zwei großen Veranstaltungen

Das uralte Frühlingsfest Newroz, das den Beginn der neuen Jahreszeit markiert, wird an diesem Wochenende in Berlin mit zwei großen Veranstaltungen gefeiert. Das Humboldt Forum und das Haus der Kulturen der Welt richten erstmals öffentliche Festlichkeiten aus. Beide Institutionen haben ein ganztägiges Programm mit kulturellen Aktivitäten, Diskussionen und Aufführungen organisiert, um die von Millionen Menschen weltweit gepflegte Tradition zu ehren.

Das Fest hat für viele Gemeinschaften eine tiefe Bedeutung, wird jedoch in Ländern wie Afghanistan und Iran offiziell verboten. Die diesjährigen Feiern in Berlin sollen sowohl das reiche Erbe von Newroz würdigen als auch seine komplexe Geschichte thematisieren.

Das Humboldt Forum widmet dem Fest einen gesamten Samstag und kooperiert dabei mit sieben Berliner Vereinen. Traditionelle Bräuche wie Drachenbau, Eierbemalung und Volkstänze stehen den ganzen Tag über auf dem Programm. Die Veranstaltung ist Teil des Jahresprogramms "Beziehungen: Familie", das kulturelle Verbindungen erkundet.

Drei Organisationen – Yekmal, Mittani und Royavida – präsentieren kurdische Traditionen, während GAFCA und San'at zentralasiatische und usbekische Bräuche vorstellen. Mehr und PUK e.V. bringen iranische und afghanische Perspektiven ein. Eine Podiumsdiskussion unter dem Titel "Newroz zwischen Schmerz und Hoffnung: Iranische und afghanische Blickwinkel" untersucht die Rolle des Festes in Zeiten von Unterdrückung und Not.

Das Haus der Kulturen der Welt hingegen konzentriert sich bei seiner Nowruz-Feier ganz auf die persische Kultur und weibliche Künstlerinnen. Hier steht der Iran im Mittelpunkt – ein anderer Zugang zu den Festtraditionen.

Newroz, das je nach Region auch Nowruz oder Navroz genannt wird, wird von schätzungsweise 200 bis 300 Millionen Menschen weltweit gefeiert. Besonders verbreitet ist es in Afghanistan, Iran, Irak, Zentralasien und dem Kaukasus, aber auch in Teilen des Balkans, der Türkei, Syriens, Pakistans und Indiens. Trotz seiner Popularität bleibt das Fest in einigen Ländern, darunter Afghanistan und Iran, offiziell verboten.

Beide Berliner Veranstaltungsorte richten Newroz in diesem Format erstmals aus. Mit Musik, kulinarischen Angeboten und Diskussionen spiegeln die Feiern die Vielfalt und Widerstandsfähigkeit des Festes wider.

Die Berliner Veranstaltungen zeigen Newroz gleichermaßen als fröhliche Tradition und als Symbol kulturellen Widerstands. Durch die Zusammenarbeit des Humboldt Forums mit lokalen Vereinen kommt eine breite Palette an Bräuchen und Stimmen zu Wort. Mit Aufführungen, Workshops und Gesprächen bieten die Events eine seltene öffentliche Plattform für Gemeinschaften, die das Fest trotz Restriktionen in anderen Ländern weiterpflegen.

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