07 April 2026, 04:17

Berlins Cannabis-Clubs kämpfen mit strengen Auflagen und wachsender Nachfrage

Gruppe von Menschen versammelt um ein Auto mit einem "Legalisiere Cannabis Irland"-Schild, Papiere sichtbar innen, vor Gebäuden unter einem klaren blauen Himmel.

Berlins Cannabis-Clubs kämpfen mit strengen Auflagen und wachsender Nachfrage

Seit Cannabis in Deutschland am 1. April 2024 legalisiert wurde, gibt es in Berlin nun 11 lizenzierte Anbauvereine. Diese Clubs unterliegen strengen Vorschriften, die ihren Betrieb und ihre Kommunikation stark einschränken. Trotz der Herausforderungen steigt die Nachfrage nach legalem Cannabis weiter an – besonders bei medizinischen Importen, die 2025 stark zugenommen haben.

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Die 11 Berliner Anbauvereine arbeiten unter engen Auflagen. Werbung ist ihnen verboten, und sie dürfen Nicht-Mitgliedern keine Informationen über ihre Produkte geben. Zudem müssen sie jahrelang detaillierte Aufzeichnungen über ihre erwachsenen Mitglieder führen, was den bürokratischen Aufwand erhöht.

Mario Gäde, Vorsitzender des White Lake Weed-Clubs, bezeichnet die Regelungen als übermäßig starr. Er räumt ein, dass die Vorschriften den Alltagsbetrieb erschweren, bleibt aber entschlossen, weiter anzubauen. Jana Halbreiter, die den Green Leaf Society-Verein leitet, teilt seine Bedenken. Ihr Club zählt 200 aktive Mitglieder und kultiviert bis zu zehn verschiedene Sorten, doch sie kritisiert die Art und Weise, wie Politiker mit der Branche umgehen.

Der legale Markt sieht sich zudem mit Konkurrenz aus illegalen Quellen konfrontiert. Der Schwarzmarkt und unregulierte Online-Verkäufe von medizinischem Cannabis florieren weiterhin. Gleichzeitig stiegen die offiziellen Importe von medizinischem Cannabis im ersten Halbjahr 2025 um über 400 Prozent auf 80 Metriertonnen. Sieben weitere Berliner Vereine warten noch auf ihre Zulassung – ein Zeichen für weiteres Wachstum.

Trotz der Hindernisse drängen Berlins Anbauvereine voran. Sowohl Gäde als auch Halbreiter planen, unter den aktuellen Bedingungen weiter Cannabis anzubauen. Mit steigender Nachfrage und immer mehr Vereinen, die eine Lizenz beantragen, wächst der legale Markt langsam – doch strenge Vorschriften und illegale Konkurrenz bleiben zentrale Hürden.

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