15 April 2026, 18:20

Bühnenarbeiter:innen kämpfen bei 36 Stage XL für faire Löhne und Sicherheit

Plakat mit Cantus Collin und Konrad Junghänel, Text mit Konzertdetails.

Bühnenarbeiter:innen kämpfen bei 36 Stage XL für faire Löhne und Sicherheit

Beschäftigte des Berliner Bühnenbau-Unternehmens 36 Stage XL kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen

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Arbeiter:innen bei 36 Stage XL, einem auf Bühnenbau spezialisierten Berliner Unternehmen, setzen sich für faire Arbeitsverhältnisse ein. Viele Mitarbeiter:innen leiden unter prekären Verträgen, unbezahlten Schichten und unsicheren Arbeitsumfeldern. Nun haben sich Bühnenarbeiter:innen mit der anarchosyndikalistischen Basisgewerkschaft FAU zusammengeschlossen, um gegen die Unternehmenspraktiken vorzugehen.

Vojta C. und German Garcia arbeiteten beide für 36 Stage XL, das Bühnen für große Berliner Veranstaltungsorte konstruiert und betreibt. Garcia war über einen befristeten Vertrag ohne garantierte Einsätze oder Sozialversicherung beschäftigt. Als er krankheitsbedingt ausfiel, blieben die Aufträge aus – er blieb ohne Lohn und geriet in finanzielle Not.

Die Veranstaltungbranche ist für prekäre Beschäftigungsverhältnisse bekannt: Festanstellungen sind selten, Sicherheitsstandards werden oft missachtet. Bühnenarbeiter:innen kaufen sich häufig selbst Schutzausrüstung, die dann unzureichend ist. Die körperlichen Belastungen sind extrem, Erschöpfung und mangelnde Erfahrung führen immer wieder zu Unfällen.

Als Reaktion gründeten Beschäftigte von 36 Stage XL eine betriebliche Gruppe in Zusammenarbeit mit der FAU. Die Gewerkschaft ließ die Verträge des Unternehmens rechtlich prüfen – mit dem Ergebnis, dass diese möglicherweise gegen Arbeitsgesetze verstoßen. Um die Arbeiter:innen zu unterstützen, hat die FAU zudem die Kampagne "Stage Workers United" ins Leben gerufen, eine Online-Initiative, die über Rechte und Arbeitssicherheit aufklärt.

Ziel der Kampagne ist es, Bühnenarbeiter:innen über ihre gesetzlichen Ansprüche zu informieren und die Arbeitssicherheit zu verbessern. Angesichts der finanziellen Not und gefährlichen Bedingungen vieler Beschäftigter könnten die Bemühungen der FAU zu einer strengeren Durchsetzung von Arbeitsstandards führen. Die Entwicklungen könnten auch Einfluss darauf haben, wie andere Unternehmen der Veranstaltungbranche künftig ihre Verträge gestalten.

Quelle