26 March 2026, 08:20

Bundesregierung verlängert Preisdeckel für Medikamente bis 2026

Blauer Hintergrund mit wei├čer Schrift und Logo mit der Aufschrift "19 Millionen Amerikaner sparen sch├Ątztweise 400 Dollar pro Jahr an Arzneimittelkosten".

Bundesregierung verlängert Preisdeckel für Medikamente bis 2026

Die deutsche Bundesregierung hat die Preisdeckelung für verschreibungspflichtige Medikamente um ein weiteres Jahr verlängert. Die vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) bekannt gegebene Entscheidung sieht vor, dass die verpflichtenden Herstellerrabatte bis 2026 bestehen bleiben. Laut Behörden soll dieser Schritt dazu beitragen, die Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu stabilisieren und weitere Erhöhungen der Patientenzuzahlungen zu verhindern.

Die Maßnahme hat dem System bereits Milliarden eingespart – allein im vergangenen Jahr belief sich die Entlastung auf 2,19 Milliarden Euro. Allerdings werden bestimmte Arzneimittelkategorien, darunter Kinderarzneimittel und versorgungsrelevante Medikamente, aufgrund geltender Vorschriften eine 50-prozentige Erhöhung der Basspreise erfahren.

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Die Preisdeckelung und die Herstellerrabatte waren ursprünglich eingeführt worden, um die steigenden Medikamentenkosten in den Griff zu bekommen. Seit Juli 2018 mildert ein Inflationsausgleichsmechanismus die Belastung für Pharmaunternehmen ab und soll ihnen im Jahr 2026 voraussichtlich Entlastungen in Höhe von 79 Millionen Euro bringen. Ohne diese Regelung würde der zusätzliche Beitragssatz für Versicherte im kommenden Jahr auf 2,9 % steigen.

Nach den aktuellen Bestimmungen sind Rabatte auf verschreibungspflichtige Arzneimittel zwingend vorgeschrieben. Apotheken haften, falls Hersteller ihre Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen. Unternehmen können für bestimmte Medikamente, die unter §130a Absatz 3a des Sozialgesetzbuchs fallen, neue Preise aushandeln. Bei finanziellen Härtefällen besteht zudem die Möglichkeit, Befreiungen von den gesetzlichen Rabattpflichten zu beantragen.

Das Gesetz zur Vermeidung von Versorgungsengpässen mit Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung (ALVVG) ermöglicht eine 50-prozentige Erhöhung der Basspreise für Kinderarzneimittel und versorgungskritische Medikamente. Diese gezielte Anpassung soll die Verfügbarkeit sichern, während gleichzeitig die Gesamtkosten im System kontrolliert bleiben.

Die Verlängerung der Preisdeckelung und der Rabatte wird den finanziellen Druck auf die gesetzliche Krankenversicherung weiter verringern. Die Maßnahme hat bereits Milliarden eingespart, und für 2026 wird mit weiteren Entlastungen gerechnet. Gleichzeitig erhalten ausgewählte Arzneimittelkategorien höhere Basspreise, um Versorgungsrisiken zu mindern und die Behandlung von Kindern zu unterstützen.

Quelle