Continental kehrt zu seinen Wurzeln zurück: Fokus auf Reifen und Gummi statt Automobil-Elektronik
Sylvio ThiesContinental kehrt zu seinen Wurzeln zurück: Fokus auf Reifen und Gummi statt Automobil-Elektronik
Continental, einer der größten Reifenhersteller der Welt, blickt auf eine über 150-jährige Geschichte zurück. Das Unternehmen wurde 1871 in Hannover als kleine Gummifabrik gegründet und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem globalen Automobilzulieferer. Jüngste Veränderungen haben nun seine zukünftige Ausrichtung grundlegend verändert.
Die Firma begann mit der Produktion von massiven Gummireifen für Kutschen und Fahrräder. Bereits 1892 stieg sie auf Luftreifen für Fahrräder um, und nur sechs Jahre später drang sie mit Autoreifen in den Automobilmarkt ein.
Im Laufe der Jahrzehnte erweiterte Continental sein Portfolio über Reifen hinaus – vor allem durch Übernahmen. 2006 kaufte das Unternehmen die Automobil-Elektroniksparte von Motorola und baute so sein Produktspektrum aus. Seit diesem Deal gab es jedoch keine größeren Übernahmen mehr im Automobilsektor.
Eine bedeutende Umstrukturierung erfolgte 2025: Am 17. September gliederte Continental seine Sparten Automotive und Contract Manufacturing in ein neues Unternehmen aus, die Aumovio SE. Dieser Schritt ermöglichte es Continental, sich voll auf die Bereiche Reifen und ContiTech zu konzentrieren.
Die Ausgliederung markiert einen klaren Strategiewechsel. Künftig wird sich das Unternehmen ausschließlich auf Reifen und industrielle Gummiprodukte fokussieren. Als viertgrößter Reifenhersteller der Welt liegt die Zukunft nun in diesen Kernbereichen – und nicht in einer weiteren Expansion im Automobilsektor.






