Cyberangriffe auf Elektroautos: Warum Hacker die neue Gefahr sind
Elektroautos stehen vor wachsender Bedrohung durch Cyberkriminelle
Laut einem neuen Bericht sind Elektrofahrzeuge zunehmend Ziel von Cyberangriffen. Experten warnen, dass Hacker Sicherheitslücken in der Software ausnutzen könnten, um ganze Baumodelle lahmzulegen oder Batterien aus der Ferne zu entleeren. Trotz der in den letzten Jahren verbesserten Sicherheitsvorkehrungen bestehen in vernetzten Systemen weiterhin Schwachstellen.
In den vergangenen 15 Jahren hat sich die IT-Sicherheit in Autos deutlich verbessert. Klare Standards und Vorschriften schützen heute vernetzte Funktionen wie Fahrerassistenzsysteme, die die Straßen sicherer gemacht haben. Dennoch bergen Schnittstellen in der Software nach wie vor Risiken.
Der Sicherheitsforscher Christoph Krauss wies darauf hin, dass Angreifer insbesondere Programmierschnittstellen (APIs) ins Visier nehmen könnten. Einige Systeme wiesen in der Vergangenheit unzureichende Authentifizierungsmechanismen auf, sodass bereits die Fahrzeug-Identifikationsnummer für den Zugriff ausreichte. Im Extremfall könnten Hacker die Heizung tausender Elektroautos aus der Ferne auf volle Leistung hochfahren und so die Batterien komplett entladen.
Die Sicherheitscommunity arbeitet branchenübergreifend mit den Herstellern zusammen, um diese Probleme zu lösen. Zwar gibt es keine genauen Zahlen zu erfolgreichen Angriffen in jüngster Zeit, doch Branchenprognosen zufolge könnten API-basierte Bedrohungen für Autos bis 2026 um 380 Prozent ansteigen. Dennoch ist das allgemeine Unfallrisiko stärker gesunken, als das Risiko durch Cyberangriffe gestiegen ist.
Die Automobilindustrie rüstet sich weiterhin gegen digitale Bedrohungen. Elektrofahrzeuge bleiben besonders gefährdet, doch durch die laufende Zusammenarbeit sollen Sicherheitslücken geschlossen werden. Experten betonen, dass trotz der Risiken die modernen Sicherheitsfortschritte die Gefahren durch Cyberangriffe nach wie vor überwiegen.






