10 April 2026, 16:19

DB InfraGO erreicht erstmals volle Personaldecke in allen Stellwerken Deutschlands

Gruppe von Menschen um einen stehenden Zug auf Schienen mit Gebäuden und Bäumen im Hintergrund, beschriftet mit "Ludwigs-Eisenbahn, der erste Bahnhof in Deutschland."

DB InfraGO erreicht erstmals volle Personaldecke in allen Stellwerken Deutschlands

DB InfraGO erreicht volle Personaldecke in Stellwerken bundesweit

Die Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn, DB InfraGO, hat in den Stellwerken Deutschlands die volle Personaldecke erreicht. Seit Anfang 2026 verfügt das Unternehmen bundesweit im Durchschnitt über eine 100-prozentige Besetzung. Dieser Meilenstein ist das Ergebnis jahrelanger Einstellungs- und Schulungsinitiativen, um den chronischen Personalmangel zu bekämpfen.

Dadurch sind Zugausfälle und Einschränkungen im Fahrplan, die auf Personalengpässe zurückgingen, spürbar zurückgegangen. Parallel dazu plant das Unternehmen in diesem Jahr die Einstellung von 1.000 neuen Auszubildenden sowie die Weiterqualifizierung bestehender Mitarbeiter.

Fachkräfte für den Schienenverkehr unersetzlich Fahrdienstleiter – so die offizielle Bezeichnung für die ehemaligen Signalstellwerker – sind für den Bahnbetrieb unverzichtbar. Sie steuern den Zugverkehr, koordinieren Verspätungen und reagieren auf Störungen. Jahrelang führten Personalengpässe in diesem Bereich zu häufigen Ausfällen und einem reduzierten Angebot.

Um das Problem zu lösen, hat DB InfraGO die Rekrutierung ausgeweitet und bestehende Mitarbeiter weitergebildet. Rund 2.200 zusätzliche Beschäftigte arbeiten mittlerweile in den Stellwerken – ein Plus von etwa zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Aufstockung ermöglicht es dem Unternehmen, Personal flexibler zwischen verschiedenen Standorten einzusetzen.

Regionale Engpässe bleiben eine Herausforderung Die Bemühungen um eine bessere Personalausstattung begannen bereits lange vor 2026, mit stetigen Fortschritten bei der Besetzung freier Stellen. Zwar hat sich die Situation bundesweit verbessert, doch in einigen Regionen gibt es nach wie vor lokale Engpässe. Das Unternehmen arbeitet weiterhin daran, diese Lücken zu schließen, um einen reibungsloseren Betrieb zu gewährleisten.

Zukunft: Technologie könnte Personalbedarf senken Langfristig könnte moderne Stellwerkstechnik den Personalbedarf verringern. Aktuell liegt der Fokus jedoch auf Einstellungen und Schulungen, um die Zuverlässigkeit des Bahnbetriebs zu sichern.

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Der Rückgang der Zugausfälle zeigt, wie wirksam die Personaloffensive von DB InfraGO ist. Mit 1.000 neuen Auszubildenden in diesem Jahr und laufenden Qualifizierungsmaßnahmen strebt das Unternehmen an, die volle Besetzung aufrechtzuerhalten. Der Umstieg auf fortschrittliche Technologien könnte die Anforderungen weiter entlasten – doch derzeit steht vor allem eines im Mittelpunkt: die Stellwerke voll funktionsfähig zu halten.

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