11 May 2026, 00:24

Deutschland will Tomahawk-Raketen kaufen – doch die USA zögern

Plakat mit einem Soldaten in Helm und militärischer Uniform, der eine Waffe hält, und der Text "Investiere in die Invasion, kaufe Kriegsanleihen" darüber, der eine entschlossene Miene zeigt.

Deutschland will Tomahawk-Raketen kaufen – doch die USA zögern

Deutschland drängt auf den Kauf von Langstrecken-Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk sowie Typhon-Startsystemen aus den USA. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer wachsenden Abschreckungslücke Europas gegenüber Russland. Berlin hat signalisiert, bereit zu sein, einen Aufpreis zu zahlen, um das Geschäft zu beschleunigen.

Verteidigungsminister Boris Pistorius plant in Kürze einen Besuch in Washington, um über den möglichen Kauf zu verhandeln. Deutschland strebt den Erwerb von drei Startanlagen und 400 Tomahawk Block VB-Raketen an, von denen jede Ziele in bis zu 1.600 Kilometern Entfernung treffen kann.

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Großbritannien setzt bereits see-gestützte Tomahawks ein, während Frankreich über einen eigenen Marschflugkörper mit einer Reichweite von 1.000 Kilometern verfügt. Europa verfügt jedoch derzeit über keine bodengestützten Langstreckenraketensysteme. Ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums bestätigte, dass die Beschaffung verfügbarer Systeme weiterhin geprüft werde.

Allerdings zweifelt Carlo Masala, Professor für internationale Politik, daran, dass der Plan gelingen wird. Seine Skepsis kommt zu einer Zeit, in der die USA ihre militärische Präsenz in Europa reduzieren – was Bedenken hinsichtlich einer geschwächten Abschreckung aufkommen lässt. Deutschland hofft dennoch, die Regierung unter Donald Trump von einer Freigabe des Verkaufs überzeugen zu können, trotz dieser Herausforderungen.

Sollte das Geschäft genehmigt werden, würde es die deutschen Fähigkeiten zu Langstreckenangriffen deutlich stärken. Die Raketen würden eine kritische Lücke in der europäischen Verteidigungsstrategie schließen. Der Ausgang hängt nun davon ab, ob die USA bereit sind, die Waffen zu liefern, und ob Berlin in der Lage ist, die Vereinbarung final abschließen kann.

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