26 June 2026, 10:15

Emmendingen plant Kürzungen bei Abendbussen – Gemeinden betroffen

Landkreis Emmendingen testet Einschnitte im Öffentlichen Verkehr: Abendbusse auf der Kippe?

Emmendingen plant Kürzungen bei Abendbussen – Gemeinden betroffen

Der Landkreis Emmendingen hat Sparpläne für den örtlichen Nahverkehr vorgelegt. Steigende Ausgaben belasten den Haushalt bis an seine Grenzen, weshalb die Verantwortlichen die bestehenden Angebote überprüfen müssen. Im Fokus stehen vor allem Abendbusverbindungen und weitere Anpassungen, um die Kosten zu senken.

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Die Verwaltung schlägt vor, Verträge für Abendbusse auf Entwicklungsstrecken zu kündigen, um jährlich rund 100.000 Euro einzusparen. Betroffen wären Gemeinden wie Elzach, Denzlingen, Kenzingen und Herbolzheim. Die örtlichen Räte müssen nun entscheiden, ob sie diese Verbindungen selbst finanzieren oder ob die Busse bereits ab 20 Uhr nicht mehr fahren sollen.

Ein vorgeschlagenes Mobilitätsticket zur Einnahmenerhöhung stieß auf Skepsis. Die Verwaltung warnt vor hohem Verwaltungsaufwand und unklaren rechtlichen Folgen. Radikalere Optionen – wie die vollständige Einstellung aller Buslinien nach 22 Uhr oder die Reduzierung taktverdichteter Verbindungen – wurden zwar diskutiert, werden derzeit aber nicht empfohlen.

Der Umwelt- und Technikausschuss wird die Pläne am 29. Juni prüfen. Der Kreistag stimmt dann in seiner Sitzung am 20. Juli darüber ab. Eine Verkehrsuntersuchung 2027 soll über weitere Streichungen ab 2028 entscheiden.

Für 2026 sind rund neun Millionen Euro für den ÖPNV und den Schülerverkehr eingeplant. Durch Optimierungen im Schultransport und bei den regulären Buslinien ließen sich im Haushalt 2027 weitere 200.000 Euro einsparen. Ziel der Vorschläge ist es, die finanzielle Belastung zu verringern, ohne auf wesentliche Leistungen zu verzichten. Falls beschlossen, treten die Kürzungen bei den Abendbussen in den betroffenen Gemeinden in Kraft. In den kommenden Jahren wird der Landkreis die Effizienz des Verkehrsangebots weiter überprüfen.

Quelle