Erfurt und Ex-Mitarbeiter Guy Montavon verhandeln über Millionen-Vergleich
Dora CichoriusErfurt und Ex-Mitarbeiter Guy Montavon verhandeln über Millionen-Vergleich
Die Stadt Erfurt und der ehemalige Mitarbeiter Guy Montavon verhandeln über eine außergerichtliche Einigung, um einen langjährigen Rechtsstreit beizulegen. Montavon war vor mehr als zwei Jahren fristlos entlassen worden, woraufhin er eine Klage auf Wiedereinstellung einreichte. Eine mögliche Vereinbarung könnte den Fall nun abschließen.
Ursprünglich wurde Montavon Machtmissbrauch und sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen, doch diese Vorwürfe wurden nie gerichtlich bewiesen. Später änderte die Stadt ihre Begründung für die Kündigung und verwies stattdessen auf finanzielle Vergehen.
Die Gespräche über einen Vergleich begannen nach einem Schlichtungsverfahren Mitte März. Beide Seiten sollen sich laut Berichten auf eine Summe im mittleren sechsstelligen Bereich geeinigt haben, die vor allem ausstehende Gehaltszahlungen abdecken soll. Allerdings stockten die Verhandlungen, als Montavon nach einer grundsätzlichen Einigung eine zusätzliche Forderung stellte.
Falls die Bedingungen finalisiert werden, könnte die Einigung im Mai formal besiegelt werden. Scheitern die Gespräche, wird der Fall im September vor dem Erfurter Arbeitsgericht weiterverhandelt. Montavon hat signalisiert, dass er seine Klage auf Wiedereinstellung zurückziehen könnte, sollte eine Einigung zustande kommen.
Die vorgeschlagene Vergleichslösung wird weiterhin verhandelt, wobei das Ergebnis von Montavons jüngster Forderung abhängt. Eine Einigung würde einen Streit beenden, der sich bereits über mehr als zwei Jahre hinzieht. Die nächsten Schritte hängen davon ab, ob beide Seiten sich auf die endgültigen Konditionen verständigen können.






