10 May 2026, 12:17

Felix Banaszak fordert neue Männlichkeit – warum Feminismus auch Männer stärkt

Ein Collage aus verschiedenen Männergesichtern aus einem alten Buch namens "Unsere Künstler - Vergangenheit und Gegenwart."

Felix Banaszak fordert neue Männlichkeit – warum Feminismus auch Männer stärkt

Felix Banaszak, Co-Vorsitzender der deutschen Grünen, setzt sich für einen neuen Umgang mit Männerthemen ein. Seine Botschaft ist klar: Feminismus kommt allen zugute – auch Männern. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der sich jüngere männliche Wähler zunehmend der extremen Rechten zuwenden, während Frauen derselben Altersgruppe eher linksliberale Parteien bevorzugen.

In letzter Zeit hat Banaszak offen über toxische Männlichkeit gesprochen und die Notwendigkeit betont, dass Männer veraltete Rollenbilder hinterfragen müssen. Seine Initiativen umfassen sowohl öffentliche Stellungnahmen als auch innerparteiliche Debatten über politische Maßnahmen.

Erstmals thematisierte Banaszak Männerthemen in einem Interview mit Playboy, in dem er Männer aufforderte, ihre Privilegien zu erkennen. Später vertiefte er diese Gedanken in einem Social-Media-Beitrag, in dem er sich schämte über die Missbrauchsvorwürfe gegen den Schauspieler Christian Ulmen. Der Beitrag beleuchtete die Strukturen, die solches Verhalten ermöglichen, und forderte einen Wandel.

Seine Vorschläge stoßen in der Partei auf Zustimmung. Der Bundesfrauenrat diskutierte kürzlich seine Ideen für eine „Männerpolitik“, darunter neue Plattformen für Jungen, um Erfahrungen auszutauschen, sowie ein eigenes Forum für Männer. Banaszak argumentiert, dass starre Geschlechterrollen sowohl Männer als auch Frauen schaden, und betont, dass sich Männer mit feministischen Anliegen auseinandersetzen sollten.

Die Debatte ist für die Grünen nicht neu. Bereits 2010 veröffentlichten 21 Parteipolitiker ein Manifest mit dem Titel Männer, gebt Macht ab! Es lohnt sich. Unterdessen riet der AfD-Politiker Maximilian Krah jüngst jungen Männern mit Beziehungsproblemen, „nach rechts“ zu gehen – eine Botschaft, die bei verunsicherten männlichen Wählern Anklang fand.

Banaszaks persönlicher Stil spiegelt seine Haltung wider. Sein Büro ist pink gestrichen, eine Farbe, die er offen mag, und er verweist auf Beispiele wie den Torwart Tim Wiese, der vor zwei Jahrzehnten ohne negative Reaktionen in Pink auf dem Platz stand. Für Banaszak sind solche Entscheidungen ein Angriff auf Klischees und ein Beweis dafür, dass Männlichkeit nicht in Stein gemeißelt ist.

Mit ihrem Fokus auf Männerthemen wollen die Grünen der Anziehungskraft der extremen Rechten auf junge männliche Wähler entgegenwirken. Banaszaks Ansatz verbindet Männlichkeit mit Feminismus und argumentiert, dass beide Geschlechter von Gleichberechtigung profitieren. Ob diese Strategie Wahlverhalten oder Parteiprogramme verändert, bleibt abzuwarten.

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