07 April 2026, 10:20

GDL-Chef Reißen wirft der Deutschen Bahn "Geldwäschemaschine" und Intransparenz vor

Schwarz-weiß-Postkarte des Bahnhofs Germersheim in Deutschland, die ein Bahnhofsgebäude, Menschen, Fahrzeuge, Bäume, einen Zaun, einen Straßenmast und einen bewölkten Himmel zeigt.

GDL-Chef Reißen wirft der Deutschen Bahn "Geldwäschemaschine" und Intransparenz vor

Mario Reißen, Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), hat die Deutsche Bahn (DB) scharf für ihr finanzielles Missmanagement kritisiert. Er bezeichnete die internen Strukturen des Unternehmens als eine "Geldwäschemaschine" und stellte jüngste Führungsentscheidungen infrage. Seine Äußerungen fallen in eine Phase anhaltender Bedenken hinsichtlich Transparenz und Effizienz beim staatlichen Bahnkonzern.

Reißen richtete seinen Vorwurf gegen die undurchsichtigen Finanzstrukturen der DB und behauptete, das Unternehmen unterhalte rund 600 Tochtergesellschaften, um Geldflüsse zu verschleiern. Diese Konstruktion ermögliche es dem Konzern, Steuergelder zu sichern, ohne dabei Rechenschaft ablegen zu müssen. Seine Kritik erweiterte er auf die Berufung von Karin Dohm zur Finanzchefin, die er für die Position als unqualifiziert bezeichnete. Er warnte, diese Personalie werde zu weiteren Konflikten und zusätzlichen Kosten führen.

Auch zu den Umstrukturierungen unter DB-Chefin Evelyn Palla äußerte sich Reißen. Zwar unterstützte er Pallas Entscheidung, die oberste Führungsebene zu halbieren, doch forderte er von ihr mehr direkte Maßnahmen. Statt auf Ankündigungen solle sie sich auf konkrete Reformen im Bahnsystem konzentrieren, so sein Rat.

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Über die finanziellen Vorwürfe hinaus drängte Reißen auf Verbesserungen im Fernverkehr. Als zentrale Lösungsansätze nannte er eine bessere Unternehmensführung und moderne Technologie. Seine Aussagen spiegeln die weitverbreitete Unzufriedenheit mit der DB-Führung und den betrieblichen Ineffizienzen wider.

Reißens Kritik unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen der Deutschen Bahn und ihrer Belegschaft. Die Forderungen des Gewerkschaftschefs nach mehr finanzieller Transparenz und stärkerer Führung könnten das Unternehmen unter Zugzwang setzen. Wie Palla darauf reagiert, wird zeigen, ob der Bahnkonzern die langjährigen Probleme in den Griff bekommt.

Quelle