26 June 2026, 04:13

Geistliche beten täglich für Gerechtigkeit im Ahmaud-Arbery-Prozess

Georiga-Klerus führt Gebets- und Zeugnis-Dienst vor dem Gerichtsgebäude während des Prozesses im Fall der Ermordung von Ahmaud Arbery

Geistliche beten täglich für Gerechtigkeit im Ahmaud-Arbery-Prozess

Eine interreligiöse Gruppe von Geistlichen hält seit Beginn eines viel beachteten Prozesses täglich Gebete vor einem Gerichtsgebäude in Georgia ab. Im Verfahren geht es um drei weiße Männer, die beschuldigt werden, Ahmaud Arbery ermordet zu haben – einen schwarzen Jogger, der im Februar 2020 getötet wurde. Rund 15 Mitglieder der Gruppe versammelten sich am 5. November 2021, kurz bevor die Anwälte ihre Eröffnungsplädoyers begannen.

Die Initiative Glynn Clergy for Equity formierte sich im Herbst 2020 als Reaktion auf die öffentliche Empörung über Arberys Tod. Lokale Religionsvertreter, darunter auch episcopale Geistliche, schlossen sich zusammen, um sich mit rassischer Ungleichheit in ihren Gemeinden und der Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Schon am Tag der Festnahmen im Mai 2020 veröffentlichte die Gruppe eine Stellungnahme. Seither hat sie Diskussionsrunden und Veranstaltungen zur Förderung von Gerechtigkeit organisiert, darunter in diesem Jahr drei sogenannte „Equity-Dinner“. Als die Geschworenenauswahl am 18. Oktober 2021 begann, erschienen Mitglieder regelmäßig vor dem Gerichtsgebäude.

Etwa 75 Geistliche gehören der Gruppe an, darunter die Diakonin Willetta McGowen von der St. Mark’s Episcopal Church in Brunswick, die seit drei Wochen an den Kundgebungen teilnimmt. Der Prozess gegen die drei Angeklagten – die Brüder McMichael und William Bryan – soll voraussichtlich zwei Wochen dauern.

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Die Präsenz der Gruppe vor dem Gericht unterstreicht ihr Engagement für rassische Gerechtigkeit. Während der Prozess weitergeht, setzen sie ihre täglichen Gebete und ihr öffentliches Zeugnis fort. Der Fall bleibt ein zentraler Bezugspunkt für Gemeinschaftsdiskussionen über Gleichberechtigung und Verantwortung.

Quelle