Gespaltene Meinungen: Soll der Buckelwal gerettet oder ein Denkmal erhalten?
Sylvio ThiesGespaltene Meinungen: Soll der Buckelwal gerettet oder ein Denkmal erhalten?
Eine neue Umfrage offenbart tiefe Spaltungen unter den Deutschen im Umgang mit dem gestrandeten Buckelwal an der Ostseeküste. Zwar äußern über die Hälfte Besorgnis über das Tier, doch gehen die Meinungen zu Rettungsversuchen und Plänen für ein Denkmal weit auseinander.
Die Erhebung zeigt zudem gemischte Reaktionen auf die Krisenbewältigung von Umweltminister Till Backhaus.
Laut Umfrage machen sich 53 Prozent der Deutschen Sorgen um das Schicksal des Wals. Auf die Frage nach weiteren Rettungsmaßnahmen sprechen sich 45 Prozent für ein Eingreifen aus, während 37 Prozent dies ablehnen. Elf Prozent enthielten sich der Antwort.
Auch die Meinung zu einem vorgeschlagenen Denkmal für den Wal ist gespalten: Nur 28 Prozent befürworten die Idee, 45 Prozent lehnen sie kategorisch ab.
Die Bewertung von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus fällt ebenfalls zwiespältig aus. Lediglich 24 Prozent stufen seine Krisenbewältigung als gut ein, 34 Prozent hingegen als schlecht. Ein beträchtlicher Anteil von 42 Prozent verzichtete auf eine Einschätzung seiner Amtsführung.
Die Umfrage unterstreicht, wie uneins sich die Nation in der Reaktion auf das Schicksal des Wals zeigt. Während fast die Hälfte ein Denkmal ablehnt und ein ähnlich großer Teil Rettungsbemühungen unterstützt, bleibt die öffentliche Meinung zersplittert. Gleichzeitig sieht sich Backhaus' Führung sowohl mit Kritik als auch mit Schweigen eines großen Teils der Befragten konfrontiert.






