Grimm fordert radikale Rentenreform: Minijobs abschaffen, Renteneintritt flexibler gestalten
Francesco HeinrichGrimm fordert radikale Rentenreform: Minijobs abschaffen, Renteneintritt flexibler gestalten
Veronika Grimm, Wirtschaftsexpertin aus Nürnberg, hat ihre Position zu Rentenreformen und Arbeitsmarktpolitik dargelegt. Sie befürwortet mehrere Änderungen, lehnt jedoch eine Pflichtversicherung für Selbstständige im Rentensystem ab.
Grimm unterstützt den Vorschlag der Rentenkommission, Minijobs weitgehend abzuschaffen. Dies würde ihrer Meinung nach Hindernisse für Geringverdiener beseitigen und zu mehr Arbeitsanreizen führen. Nur Studierende sollten von dieser Regelung ausgenommen bleiben.
Bei der Rente spricht sie sich dafür aus, das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Zudem befürwortet sie das Ende des vorzeitigen Renteneintritts mit 63 Jahren. Für Selbstständige plädiert Grimm für freiwillige kapitalgedeckte Altersvorsorge statt einer zwangsweisen Einbindung in die gesetzliche Rentenversicherung.
Ihrer Ansicht nach bieten kapitalgedeckte Modelle deutlich höhere Erträge als die klassische Rentenversicherung. Eine Ausweitung der gesetzlichen Rente auf Beamte lehnt sie jedoch entschieden ab.
Grimm zielt mit ihren Vorschlägen auf mehr Gerechtigkeit und Effizienz in Rente und Beschäftigung ab. Ihre Haltung zu Minijobs und Renteneintrittsalter unterstreicht den Fokus auf stärkere Arbeitsanreize. Die Debatte über die Altersvorsorge für Selbstständige bleibt indes weiter offen.
