Osnabrück verwandelt denkmalgeschützte Kirche in modernes Theater-Probenzentrum
Leila BlochOsnabrück verwandelt denkmalgeschützte Kirche in modernes Theater-Probenzentrum
Osnabrück plant ein neues Probenzentrum für sein Theater im Rahmen der Sanierung des Theater am Domhof. Das Vorhaben sieht vor, die denkmalgeschützte Herz-Jesu-Kirche in einen öffentlichen Veranstaltungsort mit Proberäumen und einem kleinen Aufführungsbereich umzuwandeln. Oberbürgermeisterin Katharina Pötter unterstützt das Projekt und bezeichnet es als „große Chance für die Innenstadt“ und einen „entscheidenden Schritt für die Zukunft des Theaters“.
Eine Machbarkeitsstudie untersuchte zwei mögliche Standorte: die Herz-Jesu-Kirche und den Limberg. Dabei wurden Raumbedarf, Kosten, Baubestimmungen, technische Details und Logistik für beide Optionen bewertet. Die Herz-Jesu-Kirche überzeugte vor allem durch ihre zentrale Lage, die gute Verkehrsanbindung und die Nähe zum Hauptgebäude des Theaters am Domhof.
Die Verwaltung empfiehlt nun, das Projekt in der Herz-Jesu-Kirche weiterzuverfolgen. Das Kernvorhaben umfasst 4.580 Quadratmeter und veranschlagt reine Baukosten von etwa 36,9 Millionen Euro. Optionale Aufwertungen wie Fassaden- und Dachsanierungen oder ein erweiterter Keller würden weitere 3,04 Millionen Euro kosten.
Stadt und Städtische Bühnen Osnabrück prüfen zudem alternative Standortideen. Die Finanzierungsperspektiven gelten als vielversprechend, wobei erste verbindliche Zusagen ab 2028 erwartet werden.
Die umgenutzte Kirche würde optimale Probenbedingungen bieten sowie einen zweiten, öffentlich zugänglichen Spielort schaffen. Zudem wären dort Kostümwerkstätten untergebracht – ein zentrales Anliegen im Zuge der Theater-am-Domhof-Sanierung. Der Erfolg des Projekts hängt davon ab, Fördermittel zu sichern und den Standort endgültig festzulegen.
