18 April 2026, 22:17

Harte Worte im Bundestag: Merz und Miersch streiten über Ursachen von Gewalt gegen Frauen

Plakat mit der Aufschrift "Kinderaert ist eine nationale Gefahr - Sollen wir es der Industrie gestatten, das Land zu fesseln" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das eine vielfältige Gruppe von Menschen zeigt, die solidarisch zusammenstehen.

Harte Worte im Bundestag: Merz und Miersch streiten über Ursachen von Gewalt gegen Frauen

Im Bundestag entbrannte eine hitzige Debatte über Gewalt gegen Frauen, bei der es zu scharfen Wortgefechten zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und SPD-Chef Matthias Miersch kam. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob Migrantengemeinschaften zu Unrecht für den Anstieg solcher Straftaten verantwortlich gemacht werden. Miersch warf Merz vor, Zuwanderer auf eine Weise herauszustellen, die er als unangemessen bezeichnete.

Während der Regierungsbefragung verurteilte Kanzler Merz die zunehmende Gewalt gegen Frauen – sowohl im realen Leben als auch im Netz. Er deutete an, dass ein beträchtlicher Teil dieser Taten von Migranten verübt werde, was sofortige Kritik auslöste.

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Miersch konterte, Merz' Äußerungen seien ungerecht und zu stark auf eine bestimmte Gruppe fokussiert. Gewalt gegen Frauen sei kein Problem von Nationalität oder Religion, sondern ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, argumentierte er. Der SPD-Vorsitzende betonte, Opfer müssten geschützt werden – unabhängig davon, wer die Täter seien.

Zudem forderte Miersch eine umfassende Betrachtung des Themas statt einer Reduzierung auf eine einzelne Bevölkerungsgruppe. Er bezeichnete Merz' Vorgehen als unangemessen und mahnte eine inklusivere Debatte über Lösungsansätze an.

Der Schlagabtausch offenbart tiefe Gräben in der Frage, wie Deutschland Gewalt gegen Frauen bekämpfen soll. Während Miersch einen ganzheitlichen Ansatz fordert, setzt Merz den Fokus auf Täter mit Migrationshintergrund. Angesichts der steigenden Fallzahlen von Missbrauch dürfte die Diskussion weitergehen.

Quelle