Hettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf 1.000 Euro Lohnerhöhung pro Jahr
Francesco HeinrichHettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf 1.000 Euro Lohnerhöhung pro Jahr
Tausende Beschäftigte des Möbelzulieferers Hettich haben sich bereit erklärt, eine geplante Gehaltserhöhung zu verschieben. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund finanzieller Schwierigkeiten des Unternehmens, das die für April vorgesehene Lohnerhöhung um ein volles Jahr aufschiebt. Die Mitarbeiter verzichten damit in den kommenden zwölf Monaten auf jeweils über 1.000 Euro.
Die ursprünglich für den 1. April vorgesehene Erhöhung sollte die Gehälter um 3,1 Prozent steigern. Angesichts der angespannten finanziellen Lage schlug die Unternehmensführung jedoch vor, die Anpassung zu verschieben. Mindestens 90 Prozent der Belegschaft stimmten der Verzögerung zu, wodurch das Unternehmen mehrere Millionen Euro einspart.
Die Gewerkschaft IG Metall kritisierte die Entscheidung scharf und warf Hettich vor, unzulässigen Druck auf die Belegschaft auszuüben. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück und betonte, die Teilnahme sei freiwillig und jedem Einzelnen überlassen gewesen.
Die verschobene Gehaltserhöhung bleibt nun für ein Jahr ausgesetzt, was für die Beschäftigten einen vorübergehenden Einkommensverlust von jeweils über 1.000 Euro bedeutet. Hettich erhofft sich durch die Maßnahme eine Entlastung der eigenen Finanzlage, während die Arbeiter mit vorübergehenden Einbußen leben müssen. Die Einwände der Gewerkschaft unterstreichen die anhaltenden Spannungen um diese Entscheidung.






