15 April 2026, 20:18

Hitze-Debatte im Bundestag: Wer ist schuld an der wachsenden Gewalt an Schulen?

Eine Gruppe von Menschen mit Masken und Schildern vor einem gläserwandigen Gebäude, mit Protesttafeln, Kameras und einem Hund unten.

Hitze-Debatte im Bundestag: Wer ist schuld an der wachsenden Gewalt an Schulen?

Im Bundestag ist eine hitzige Debatte über die zunehmende Gewalt und Mobbing an deutschen Schulen entbrannt. Auslöser war ein Antrag der rechtspopulistischen AfD, die mit zwei Vorstößen eine lückenlose Erfassung von Vorfällen sowie gezielte Maßnahmen gegen religiös motivierte Angriffe fordert. Saskia Esken, SPD-Vorsitzende des Bildungsausschusses, bestätigte, dass aggressives Verhalten an Schulen in allen Bundesländern zugenommen habe.

Die AfD schlägt in ihren Anträgen eine systematische Dokumentation von Gewaltvorfällen und spezifische Schritte gegen Mobbing mit religiösem Hintergrund vor. Die stellvertretende Parteivorsitzende Beatrix von Storch machte den Anstieg der Gewalt direkt an "massiven Problemen mit Migration" fest. Sie warf Esken vor, das Ausmaß der Krise zu ignorieren.

Esken wies jeden Zusammenhang zwischen Migration und Schulgewalt entschieden zurück. Stattdessen nannte sie mangelnde Konfliktlösungsfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler als Hauptursache. Fast jedes fünfte Kind sei mittlerweile von Cybermobbing betroffen, während Polizeistatistiken einen deutlichen Anstieg gewalttätiger Vorfälle bundesweit zeigen.

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Vertreter von Union, Grünen und Linken erkannten zwar das Problem an, kritisierten die AfD jedoch dafür, komplexe gesellschaftliche Herausforderungen zu vereinfachen. Trotz der kontroversen Diskussion wurden die Anträge zur weiteren Prüfung an die zuständigen Ausschüsse überwiesen.

Die Debatte offenbart tiefe Gräben bei der Ursachenforschung zu Schulgewalt: Während die AfD migrationspolitische Lösungen fordert, setzen andere Parteien auf umfassende Bildungsreformen. Die Anträge werden nun eingehend geprüft, bevor über mögliche Maßnahmen entschieden wird.

Quelle